Überlebende Augenzeugen des Massakers

17 Kinder wurden bei dem Mountain-Meadows-Massaker verschont, weil sie augenscheinlich das Alter der Verantwortlichkeit von 8 Jahren nicht erreicht hatten. Sie wurden verschont, weil die Mormonen glaubten, dass sie sonst unschuldiges Blut vergießen würden. Nachdem sie miterlebt hatten, wie ihre Eltern und Geschwister ermordet wurden, sind sie in einem Wagen zu Hamblins Ranch in der Nähe des Schlachtfelds gebracht worden. Von dort wurden sie in verschiedene Mormonenfamilien verteilt und schließlich wurden sie durch einen Agenten der USA begutachtet und, so weit möglich, an ihre Angehörigen geschickt.

Eines der Kinder, Nancy Sophronia Huff, erinnerte sich und schrieb einen Bericht, der am 1. September 1875 in der Daily Arkansas Gazette veröffentlicht wurde. Obwohl sie damals nur vier Jahre alt war, konnte sie sich noch gut an alle Einzelheiten der Reise erinnern. Sie schreibt:

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„Eines Morgens vor Tagesanbruch wachte ich durch das Feuern von Waffen auf, und bemerkte, dass unser Lager angegriffen wurde, wie wir annahmen, von Indianern. Einige der Männer waren verletzt. Die Männer gruben einen Graben um unser Lager herum und kämpften so gut sie konnten. Die Frauen und Kinder kamen in die Gräben hinein und waren vorerst sicher. Die Kämpfe gingen in Intervallen sechs Tage weiter, als unsere Männer von ihren Befestigungen fielen, und der Elan schwand, hörte die angreifende Partei mit ihren Angriffen auf. Bald darauf kam eine Gruppe, von der wir dachten, dass sie Freunde waren, mit einer weißen Flagge zu uns, und sagte, dass sie uns schützen könnten. Sie sagten, dass sie unsere Freunde wären, und, wenn wir herauskommen, und alles, was wir hätten, stehen lassen würden, würden sie uns nach Cedar City bringen, wo wir sicher wären, und dass sie uns beschützen und darauf achten würden, dass niemand verletzt würde. Unsere Leute waren damit einverstanden, und alle, Männer, Frauen und Kinder ließen alles was wir hatten, liegen. Als wir uns einen kurzen Abstand von den Wagen entfernt hatten, fühlten wir uns gestärkt, und wir kamen an eine Stelle, wo hohe Büsche auf beiden Seiten des Weges wuchsen, und während wir diese Stelle passierten, merkten wir, dass wir in eine Falle gegangen waren, denn es hatten sich Männer dort versteckt, die begannen, auf uns von allen Seiten zu schießen und dann auf unsere Leute zu rannten, um jeden den sie erreichten, zu töten Capt. Baker hatte mich in seinen Armen, als er niedergeschossen wurde und tot umfiel. Ich sah, dass meine Mutter in die Stirn getroffen war, und umfiel. Die Frauen und Kinder schrieen und klammerten sich aneinander. Einige der jungen Frauen baten die Mörder, nachdem sie auf uns zugelaufen waren, sie nicht zu töten, aber sie hatten kein Erbarmen mit ihnen, denn gemeinsam schlugen sie mit ihren Waffen auf ihre Köpfe ein, bis die Gehirne austraten. Einige der Mörder waren weiße Männer gewesen, und andere, wie ich durch ihre Kleidung annahm, waren Indianer. Als das Massaker beendet war, waren noch achtzehn Kinder am Leben. Ein Mädchen, etwa zehn oder zwölf Jahre alt, sagten sie, wäre zu groß, und könnte alles erzählen, darum töteten sie es, und es blieben siebzehn Kinder übrig. Ein Mann, von dem ich später erfuhr, dass er John Willis hieß, nahm mich als seine Ladung (die Kinder waren getrennt) in seinem Wagen zu seinem Haus am nächsten Tag. Er lebte in Cedar City und war ein Mormone, und er behielt mich dort den ganzen Winter. Im nächsten Frühling fuhr er zu einem Ort der Topersville (Toquersville) genannt wurde. Ich blieb dort fast ein Jahr, bis uns Dr. Forney alle aufgesammelt hatte, und uns Kinder nach Santa Clara brachte, von wo aus wir nach Salt Lake City fuhren, wo wir zwei Monate blieben, bis wir wieder in die Staaten zurückkamen. Ich weiß, dass die meisten, die töteten, weiße Männer waren. Die Mormonen bekamen die ganze Beute. Ich sah viele Dinge nachher. John Willis hatte in seiner Familie Bettwäsche, Kleidung und viele andere Dinge, die ich als Eigentum meiner Mutter wieder erkannte. Als ich Anspruch auf die Dinge erhob, sagten sie mir, dass ich eine Lügnerin sei, und versuchten mir einzureden, zu glauben, dass es die Indianer waren, die unsere Leute töteten und plünderten; aber ich wusste es besser, weil ich mich daran erinnerte, dass ich gesehen hatte, wie sie unsere Leute töteten, und viele Dinge davon kannte, die sie trugen. Ich sah Willis während des Massakers; er trug mich von der Stelle weg; ich konnte mich nicht geirrt haben. Dadurch, dass ich mit ihm zusammen wohnte, konnte ich ihn ohne Zweifel erkennen. Ich sah, wie sie das Mädchen erschossen hatten, nachdem wir zusammen getrieben wurden. Ich hatte eine Schwester, die etwas älter als ich war, und vier Brüder, die sie töteten. Ich war das kleinste Kind in unserer Familie - das einzige, das geschont wurde…“

Man könnte wegen ihres Alters von 4 Jahren Zweifel an ihrem Bericht haben, aber sie selbst sagt: „Die Szenen und Vorfälle des Massakers waren so schrecklich, dass sie unauslöschlich in meinen Verstand eingestanzt sind, obwohl ich zu dieser Zeit sehr jung war".

In der Dokumentation „The Mormons“ wird folgende Aussage einer weiteren Überlebenden zitiert:

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„Jeder Mormone, der neben einem Mann einherging, drehte sich plötzlich um, und schoss auf den Mann neben ihm, wobei die meisten auf der Stelle getötet wurden. Ich war eines dieser Kinder. Zur Zeit des Massakers war ich nicht ganz drei Jahre alt, aber selbst, wenn man so jung ist, vergisst man nicht den Schrecken, den eigenen Vater nach Luft ringen und zusammensacken zu sehen; wenn man seine Arme um seinen Nacken hat, vor Schrecken schreiend, vergisst man nicht das Geschrei der anderen Kinder, das gequälte Gekreische der Frauen, die zu Tode gehackt wurden. Und Sie würden es auch nicht vergessen, wenn Sie ihre eigene Mutter oben auf dem Wagen neben sich sehen würden, mit dem großen roten Fleck, der vorne auf dem Kleid immer größer wird.“ (Sarah Baker Mitchell)

Die berühmtesten Daniten waren Bill Hickman, und John D. Lee, der Anführer des Mountain-Meadows-
Massakers.
Brighams
Zerstörender Engel

Bill Hickman erzählt von den zahlreichen Morden, die er im Auftrag Brigham Youngs beging, bis er schließlich vom Brighamismus genug hatte und auszusteigen versuchte, was dazu führte, dass er nun selbst gehetzt wurde.
Mountain-Meadows-
Massaker

Josiah Gibbs recherchierte Anfang des 20. Jahrhunderts über dieses Ereignis und schrieb dazu neben stehendes Buch.
Das Mountain-Meadows-
Massaker
(Kapitel 33 des Buches "Mormonism - Shadow or Reality?")
Enthalten ist
LETZTES BEKENNTNIS UND LETZTE ERKLÄRUNG JOHN D. LEES

John D. Lee war für die Durchführung des Massakers verantwortlich. Er tat dies wohl im Glauben und Gehorsam gegenüber seinen Kirchenführern, bekam aber später erhebliche Zweifel über die Richtigkeit und offenbarte in seinem Bekenntnis die wahre Geschichte dieses Massakers aus seiner Perspektive.
Besonderer Bericht über das Mountain-Meadows-
Massaker

2 Jahre nach dem Mountain-Meadows-
Massaker recherchiert ein US-Offizier vor Ort und liefert einen Bericht an die Regierung.
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