Das Circleville-Utah-Massaker
 
26 Männern, Frauen und Kindern werden die Kehlen durchgeschnitten.
Zwei Jungen und ein Mädchen entkommen.
21. April 1866
 
Um 1866 tobten in alle Richtungen Konfrontationen der Mormonen mit Indianern. Es wurde von den Kirchenbeamten angeordnet, die Paiute entwaffnen zu lassen. Black Hawk und seine Bande hatten im Laufe des vorherigen Jahres viele getötet, während sie ihre Rechte auf ihr Land verteidigten. Ein entschlossenes Lager der Paiute verweilte in Circle Valley (Box Creek – jetzt Circleville) und versuchte zu den Weißen freundlich zu sein. Aber die Weißen hatten das Gefühl, dass sie sich ständig in Gefahr befänden. Da einige der Eingeborenen so aggressiv waren, hatten die Heiligen das Gefühl, dass jeden Augenblick echte Probleme entstehen könnten. Am 21. April 1866 erreichte ein Eilbrief Circleville von Fort Sanford, der Utah von einem Paiute berichtete, der vorgab freundlich zu sein, dass er einen Weißen getötet hätte, der zur Miliz gehörte, die im nahen Fort stationiert war. Den Leuten von Circleville wurde gesagt, dass sie sich vor den Indianern schützen sollten, die in ihrem Tal lagerten. Auf Empfehlung dieser Information berief das Volk von Circleville eine Stadtversammlung ein und nach vielem Diskutieren, was getan werden sollte, wurde entschieden, dass sie alle Paiutes, die in der Nähe lagerten, festnehmen und nach Circleville bringen sollten, um sie einzusperren. Jeder körperlich geeignete Mann in der Stadt brach auf, um das Indianerlager in Gewahrsam zu nehmen, und sie umzingelten in der Nacht das Lager. Sie hatten keinen Grund Gewalt anzuwenden, da James T. S. und Bischof William Jackson Allred in das Indianerlager gingen und die Indianer überredeten, zu einer Versammlung in Circleville zu kommen. Sie sagten den Indianern, dass sie einen Brief bekommen hätten und dass sie ihn ihnen verlesen wollten. Alle Indianer stimmten bereitwillig zu, mit den Männern nach Circleville zu gehen, mit Ausnahme eines jungen Indianerkriegers, der sich weigerte mitzugehen und auf die Abordnung schoss. Die Abordnung erwiderte das Feuer und tötete den jungen Mann. Die übrigen Indianer wurden dann mit den Gewehren im Anschlag nach Circleville gebracht und ihnen wurde der Brief vorgelesen. Den Indianern wurde gesagt, dass sie als Gefangene in Gewahrsam genommen werden müssen, und sie wurden in Gewahrsam genommen und in jener Nacht unter Bewachung im Versammlungshaus untergebracht.
Die gefangen genommenen Indianer, insgesamt 26, zeigten große Unruhe. Dann gelang es einigen der Indianer am folgenden Tag, sich von ihren Fesseln loszuschneiden und auszubrechen. In der Aufregung wurden die beiden Indianer, die versuchten, sich zu befreien, von den Wachen erschossen und getötet. Die übrigen Indianer wurden daraufhin in einen nahen unterirdischen Keller gebracht und dort eingekerkert. Die gefangen genommenen Indianer wussten, dass sie getötet werden würden, sie konnten es spüren. Die Siedler hatten eine weitere Versammlung und es wurde unter ihnen entschieden, die übrigen gefangenen Indianer zu töten. Und so geschah es. Einer nach dem anderen wurde aus dem Keller geführt, insgesamt 24. Es waren Frauen, Männer und Kinder und ihnen wurde zuerst von hinten über den Kopf geschlagen, um sie zu betäuben. Dann wurden ihre Kehlen durchgeschnitten und ihre Körper auf den Boden gehalten, bis sie zu Tode geblutet waren. Eine verängstigte Mutter von zwei Jungen und einem Mädchen sagte ihren weinenden Kindern, dass sie um ihr Leben rennen sollten, und als die Tür für das nächste Opfer geöffnet wurde, um getötet zu werden, brachen die drei aus und erzwangen sich ihren Weg an den Wachen vorbei und rannten. In der Dunkelheit der Nacht feuerten die Wachen auf die drei einige Schüsse ab, aber sie waren nicht in der Lage, sie zu treffen. Eines bekam einen Schuss an der Seite ab, aber die Kugel streifte kaum seine Rippe, nicht genügend, um es aufzuhalten. Man kann sicher sagen, dass die Mutter nie erfuhr, ob ihre Kinder die Flucht geschafft hatten.
Es war eine kaltblütige Hinrichtung, während alle in einer Reihe saßen, und auf ihren Tod warteten. Und welchen Geisteszustand muss jemand haben, um solch eine abscheuliche Tat zu begehen, dem Weinen und Flehen jeder armen Seele zu widerstehen, während sie darum bettelten, ihr Leben zu verschonen? Und welche Art von Person kann seine Klinge über die Kehle eines unschuldigen Kindes gleiten lassen? Es erstreckt sich weit jenseits eines jeden Fassungsvermögens, um das finstere Übel jener Nacht in Circleville vollkommen zu begreifen.
Am Tag nach dem Massaker wurden die drei, die geflohen waren in einer Höhle in der Nähe gefunden. Die drei verwaisten Kinder wurden von James Allred nach Marysvale gebracht, einer Stadt in der Nähe. Es war Allreds Absicht, die Kinder zu verkaufen oder ein Tauschgeschäft mit ihnen zu machen. Niemand wollte das kleine Mädchen. Dort wurde das gefangene Mädchen an seinen Fersen genommen und geschleudert, wobei sein Kopf gegen ein Wagenrad schlug, bis es tot war. Es ist unklar was mit einem der übriggebliebenen Jungen geschah, aber James Allred brachte einen der Jungen nach Spring City.
Als Brigham Young von den Einzelheiten dieses abscheulichen Verbrechens hörte, war er außer sich, aber er unternahm nicht mehr als eine verbale Züchtigung der Mörder. Später wurden sie von anderen Mitgliedern dafür gepriesen, dass sie ihre schmutzige Tat gut gemacht hätten. Die Heiligen in Circleville taten alles, um das tragische Ereignis zu vertuschen, indem sie sagten, dass sie in Notwehr handelten, als die Indianer die Wachen angriffen. Aber mit der Zeit sickerte das Ereignis zu den Zeitungen durch, aber merkwürdigerweise wurde niemand von den Gewalttätern verfolgt.
Es gibt keinen Bericht von den Namen der Opfer.
Vor kurzem nahmen Verwandte von einem der beiden Jungen, die entkamen, Kontakt mit mir auf. Mir wurden Familiendokumente gezeigt, als ich darauf aufmerksam wurde, dass es insgesamt 26 Morde gegeben haben mag. Es bleibt noch eine weitere bedeutende Frage: Wo sind die Überreste der 26 Opfer vergraben worden?
Eine Person, mit der ich sprach, die viele Jahre damit verbracht hat, dieses Ereignis zu erforschen, fühlt sich zuversichtlich, dass sie unter dem Fußboden des Versammlungshauses in Circleville begraben sein könnten. Das Versammlungshaus war ein Blockhaus, das 20 x 36 Fuß umfasste und für verschiedene Zwecke benutzt wurde, als Schulhaus, für Kirchenversammlung, öffentliche Versammlungen und mit gesellschaftlichen Funktionen. Man bedenke, dass es damals dringlich war, dass jeder Beweis der Tötungen verschwinden sollte. Wenn sie in einem Massengrab vergraben wären, wäre es logisch, dass das Graben eines Lochs von solcher Größe im Boden bei helllichtem Tag zu riskant wäre; wahrscheinlich würde es einen weiteren Tag oder mehr in Anspruch nehmen. Vielleicht wäre der Keller ein eher folgerichtiger Ort als das Versammlungshaus. Keller wurden erbaut, indem eine Grube in den Boden gegraben und mit einem Dach abgedeckt wurde, das aus Holzstämmen und Grassoden gemacht war, die die Grube abdeckten. Es wäre leicht genug, die toten Körper einfach in den Keller zu platzieren, das Dach einzureißen und die Grube wieder aufzufüllen.
Circleville wurde kurz danach aufgegeben und der Bischof ging mit seiner Frau und seinen Kindern nach Cedar City, wo er als Hilfsrancher arbeitete. Circleville wurde im selben Jahr aufgegeben.
 
 
Überlebende des Circleville-Utah-Massakers
Update: 07/11/07
 
Ich hatte die Ehre, mich mit Nachkommen des einen der beiden Jungen zu treffen, die das Massaker überlebten, dessen Name anonym bleiben wird. Beim Lesen von Dokumenten aus den Sammlungen dieser Personen fand ich folgenden Bericht. Einen Tag nach den Tötungen wurden zwei Indianerjungen und ein Mädchen gefunden, die sich in einer nahen Höhle versteckten, und wurden in die nächste Stadt Marysvale, Utah, gebracht. Jackson Allred brachte danach einen der Jungen, der damals 8 oder 9 Jahre alt gewesen sein mag, nach Spring City. Dort sprach Allred mit einer Familie, die daran interessiert war, für den Jungen zu sorgen, und er sagte zu ihnen, dass er für den Jungen ein Pferd als Bezahlung haben wollte, sonst würde er ihn auf der Stelle töten. Allred war mit der Bezahlung von einem Pferd und einem Scheffel Weizen einverstanden und die Monson-Familie nahm den Jungen auf und zog ihn groß. Ihm wurde der Name David Munsen gegeben. Die Buchstabierung des Nachnamen wurde geändert, da die Familie Monson, wie mir gesagt wurde, ihren Namen nicht mit einem Indianer in Verbindung gebracht zu werden wünschte. Der Junge wurde eine zeitlang in einem Schuppen eingeschlossen. Der Junge wurde ungefähr 67 Jahre alt und zog ein Familienmitglied auf. Er heiratete und hatte Kinder. Er wurde in Idaho beerdigt.
Wir haben eine vage Spur von dem zweiten Jungen.
 
Update 11/21/08
 
Ich bekam Information von einem weiteren Nachkommen der Überlebenden, die besagt, dass die beiden Jungen und das Mädchen gemäß seiner Berichte Geschwister waren. Der eine Junge bezeugte die Tötung seiner Schwester.
Es ist sehr schmerzvoll gewesen, diesen Bericht zu erzählen, und es geschah nicht zum Vergnügen oder um respektlos zu sein, sondern um diese Tragödie in Erinnerung zu behalten, uns an einen schrecklichen Umstand zu erinnern, den die Ureinwohner Utahs ertragen haben.
Unser Ziel, des Black-Hawk-Kriegs-Projekts, ist es, die wahre Geschichte des Black-Hawk-Kriegs zu offenbaren, diejenigen zu ehren, die am Morgen jenes Tages in Stille verschieden, weil sie ignoriert und vergessen worden sind.
 
Update 6/2009
 
Ich sehe Berichte, die sich auf Paul Reeve beziehen, die aussagen, dass die Köpfe der Opfer auf Pfählen zur Schau gestellt wurden. Dieses Detail habe ich in den persönlichen Berichten der Nachkommen des einen Paiute-Jungen, der überlebte, nicht gefunden. Ich stelle die Akkuratheit dieses Berichts in Frage, da ich verstehe, dass die Siedler in Circleville damals besorgt darüber waren, dass ein Wort über das, was sie getan hatten, Black Hawk und Brigham Young erreichen würde, und somit brachten sie jede Mühe auf, ihre schmutzige Tat zu vertuschen. Es wäre also logisch, dass das Aufsetzen der Köpfe der Opfer auf Pfähle das Gegenteil bewirken und ungewünschte Aufmerksamkeit auf Circleville lenken würde. Meiner Nachforschung gemäß, und man muss einen offenen Geist bewahren, ließ man das Ereignis in Circleville an die Presse durchsickern, die das Massaker dort ans Licht brachte.
 
 

Die berühmtesten Daniten waren Bill Hickman, und John D. Lee, der Anführer des Mountain-Meadows-
Massakers.
Brighams
Zerstörender Engel

Bill Hickman erzählt von den zahlreichen Morden, die er im Auftrag Brigham Youngs beging, bis er schließlich vom Brighamismus genug hatte und auszusteigen versuchte, was dazu führte, dass er nun selbst gehetzt wurde.
Mountain-Meadows-
Massaker

Josiah Gibbs recherchierte Anfang des 20. Jahrhunderts über dieses Ereignis und schrieb dazu neben stehendes Buch.
Das Mountain-Meadows-
Massaker
(Kapitel 33 des Buches "Mormonism - Shadow or Reality?")
Enthalten ist
LETZTES BEKENNTNIS UND LETZTE ERKLÄRUNG JOHN D. LEES

John D. Lee war für die Durchführung des Massakers verantwortlich. Er tat dies wohl im Glauben und Gehorsam gegenüber seinen Kirchenführern, bekam aber später erhebliche Zweifel über die Richtigkeit und offenbarte in seinem Bekenntnis die wahre Geschichte dieses Massakers aus seiner Perspektive.
Besonderer Bericht über das Mountain-Meadows-
Massaker

2 Jahre nach dem Mountain-Meadows-
Massaker recherchiert ein US-Offizier vor Ort und liefert einen Bericht an die Regierung.
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