DIE DANITENBANDE


 

Ein Komplott im Widerstand gegen den Marschall der Vereinigten Staaten.

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Die Richtigkeit des Abschlachtens von Heiden wird erörtert.

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Eine sehr ernste Affäre glücklich abgewendet.

(Übersetzt von Manfred Trzoska; die Quelle dieses zeitnahen Zeitungsartikels konnte der Übersetzer in den Weiten des Internets bis jetzt nicht wiederfinden.)


 

Gerade kommen einige Aufsehen erregende Tatsachen in Bezug auf einen Komplott vonseiten der Mormonen ans Licht, den Beamten des Gerichts der Vereinigten Staaten im Distrikt zu dem Zeitpunkt Widerstand zu leisten, als Brigham Young wegen Missachtung der Anordung des Gerichts, im Fall Ann Eliza Unterhalt zu zahlen, unter Arrest gehalten wurde. Kaum war bekannt, dass Brigham Young unter Arrest gestellt worden war und wahrscheinlich zur sicheren Verwahrung während seines Ungehorsams ins Zuchthaus verbracht werden sollte, als zahlreiche Daniten bewaffnet und ausgerüstet aus allen umliegenden Städten auf Weisung ihrer Bischöfe nach Salt Lake kamen,

UM BIS INS LETZTE WIDERSTAND ZU LEISTEN,

und zwar gegen jede Bemühung vonseiten des Marschalls der Vereinigten Staaten, Brigham Young aus seinem eigenen Wohnsitz zu entfernen. Diese Daniten beliefen sich auf mehrere hundert, die sich hauptsächlich aus Sheriffs, ihren Hilfssheriffs und Polizeibeamten aus den umliegenden Grafschaften zusammensetzten. Diese Streitmacht von Männern war innerhalb des Anwesens Brigham Youngs einquartiert und unterstanden der Kontrolle von Andrew Burt, der damals Captain der Polizeikräfte dieser Stadt war und jetzt der Stadt-Marschall ist. Die Beratungen, die diese Männer abhielten, hatten einen blutrünstigen Charakter und entwickelten die Haltung, die alle Mormonen Heiden [Nichtmormonen] gegenüber haben. Eine große Mehrheit dieser Daniten war dafür, nicht auf die zu erwartende Herausforderung zu warten, auf den Versuch, Brigham ins Zuchthaus zu verbringen, sondern sie hatten den Wunsch, den Ball zu eröffnen, indem sie ein

GEMETZEL IN GROSSEM STIL

an der heidnischen Bevölkerung der Stadt veranstalteten. Diese Maßnahme wurde pro und kontra in den Beratungsversammlungen der Daniten und Polizisten diskutiert. Burt war dagegen und zwar aus dem Grund, dass es schlechte Taktik vonseiten der Mormonen wäre, den ersten Schlag vorzunehmen. Er sagte, dass die Mormonen natürlich die Arbeit vollständig ausführen könnten, aber es wäre der Sieg für nur eine Stunde und würde einen Ausrottungskrieg herbeiführen. Truppen der Vereinigten Staaten würden in das Land stürmen und das Territorium würde zu dem Zweck unter Kriegsrecht gestellt werden, alle führenden Mormonen hinzurichten. Dieses Argument stellte nicht viele Daniten zufrieden, die dachten, dass die Mormonen in der Lage wären, der gesamten Armee der Vereinigten Staaten erfolgreich Widerstand zu leisten, aber Burt besiegte sie kraft seiner Autorität und sagte, dass sie warten sollten, bis ein Versuch unternommen würde, Brigham Young zu verlegen, und dann

WERDEN WIR KURZEN PROZESS MIT IHNEN MACHEN.

Es war Tatsache, dass diese Männer bereitstanden, den Beamten des Gesetzes Widerstand zu leisten und die heidnische Bevölkerung dieser Stadt zu ermorden, die Brigham Young Jun. veranlassten, in seinem Verhalten so unverschämt und bedrohlich dem Beamten Pratt gegenüber zu sein, der als Wache über den Propheten eingesetzt war. Tatsächlich kann es wenig Zweifel darüber geben, dass einmal, als die Beamten bei Brigham zu Hause waren, der feste Entschluss gefasst war, eine Schwierigkeit mit einem Attentat an dem Hilfsmarschall überstürzt zu lösen. Die Beamten schliefen am überdachten Vordereingang von Brighams Büro und in der ersten oder zweiten Nacht seit ihrer Wache dort ließ sie eine sehr verdächtige Bewegung vonseiten William Rossiters, Brighams Kutschers, denken, dass

EIN VERSUCH, SIE ZU TÖTEN,

unternommen worden war. Die Beamten, die wussten, dass Brigham sich nur formell in ihrer Obhut befand, hatten sich zur Ruhe begeben, aber einer von ihnen konnte nicht schlafen. Er sah, wie im Büro die Lichter gelöscht wurden, und das Anwesen nahm bald danach eine vollkommene Stille an. Als alles einige zeitlang still gewesen war, hörte er, wie sich leise die Tür öffnete, und er sah einen großen Mann vorsichtig hinausschreiten und in Richtung Bett schleichen. Er war dicht herangekommen und dabei, sich vorzubeugen, als der Beamte

MIT SEINER PISTOLE IN DER HAND

aufsprang und fragte, was er wollte. Es war dieser Kerl Rossiter, der durch die plötzliche Änderung der Situation sehr frustiert war, aber er stammelte etwas über seine Absicht, sich zu vergewissern, dass die Hilfssheriffs es beim Schlafen warm hätten, und stahl sich dann davon; aber der Beamte schlief in jener nach sehr wenig. Die Daniten wussten natürlich, wenn Brigham Young überhaupt verlegt werden würde, dann würde der Versuch tagsüber unternommen werden, aber trotzdem patrouillierte eine Anzahl von ihnen nachts die Straßen entlang.

Hilfssheriff Loveland aus der Box-Elder-Grafschaft, der von Apostel Lorenzo Snow aus Brigham City in Salt Lake zur Pflichterfüllung beordert wurde, befand sich eines nachts bis ungefähr 2:00 Uhr draußen in der Nähe von Warm Springs „im Dienst“. Hier traf er einen alten siebzigjährigen Mann, der gierig auf Beute war. Am Tage zuvor von seinen Brüdern zurückgelassen bewaffnete er sich mit zwei englischen Pferdepistolen und machte sich zu Fuß und allein auf von Burmington nach Salt Lake City, um an der Affäre teilzuhaben, die sich am nächsten Tag zwischen den Mormonen und den Heiden zutragen sollte. Mit einigen Schwierigkeiten beruhigte Loveland die Dreistigkeit des alten Heiligen und brachte ihn dazu, sich niederzulassen. Diese organisierte Bande von Daniten blieb unter der Führung des Polizisten Burt in der Stadt, bis Brigham von Richter White aus der Haft entlassen wurde, und andere machtvollere Einheiten derselben Organisation hielten sich in benachbarten Siedlungen bereit, in Sekundenschnelle nach Salt Lake zu kommen. Es gibt keinen Zweifel, dass die heidnische Bevölkerung, wenn Gen. Maxwell entschieden hätte, Brigham zu verlegen, als er sich in Haft befand, hier massakriert worden wäre und die Straßen Salt Lakes mit Blut überschwemmt worden wären.

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Die berühmtesten Daniten waren Bill Hickman, und John D. Lee, der Anführer des Mountain-Meadows-
Massakers.
Brighams
Zerstörender Engel

Bill Hickman erzählt von den zahlreichen Morden, die er im Auftrag Brigham Youngs beging, bis er schließlich vom Brighamismus genug hatte und auszusteigen versuchte, was dazu führte, dass er nun selbst gehetzt wurde.
Mountain-Meadows-
Massaker

Josiah Gibbs recherchierte Anfang des 20. Jahrhunderts über dieses Ereignis und schrieb dazu neben stehendes Buch.
Das Mountain-Meadows-
Massaker
(Kapitel 33 des Buches "Mormonism - Shadow or Reality?")
Enthalten ist
LETZTES BEKENNTNIS UND LETZTE ERKLÄRUNG JOHN D. LEES

John D. Lee war für die Durchführung des Massakers verantwortlich. Er tat dies wohl im Glauben und Gehorsam gegenüber seinen Kirchenführern, bekam aber später erhebliche Zweifel über die Richtigkeit und offenbarte in seinem Bekenntnis die wahre Geschichte dieses Massakers aus seiner Perspektive.
Besonderer Bericht über das Mountain-Meadows-
Massaker

2 Jahre nach dem Mountain-Meadows-
Massaker recherchiert ein US-Offizier vor Ort und liefert einen Bericht an die Regierung.
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