Kirche widersetzt sich dem Studium

Im Vorwort ihres Buches The Mountain Meadows Massaker erklärt Juanita Brooks: „…Ich wurde in die Kirche geboren und bin in ihr aufgewachsen… und ich bin immer ein loyales und aktives Mitglied gewesen… Wenn man einer Sache für eine lange Zeitperiode gedient und sich ihr geopfert hat, wird einem diese Sache lieb und teuer… Deshalb glaube ich, erweise ich meiner Kirche einen Dienst, wenn ich dieses Thema mit einem Wunsch, nur die Wahrheit zu erzählen, präsentiere.“

Juanita Brooks Wunsch, die Wahrheit über das Mountain-Meadows-Massaker zu erzählen, wurde von den Führern der Mormonenkirche nicht geteilt. Auf Seite 216 ihres Buchs (1962er-Ausgabe) macht Mrs. Brooks folgende Aussage:

„…Charles W. Penrose schrieb den Bericht, der als die akzeptierte Geschichte der Kirche herauskam, da seine ganze Absicht die war, den Namen Brigham Youngs von jedem Anflug der Schuld zu bereinigen. Seit jener Zeit haben eine Reihe von namhaften Mormonengelehrten damit begonnen, das Thema zu erforschen, nur um dann aus dem einen oder anderen Grund davon abgebracht zu werden. Zwei dieser Männer haben gesagt, dass sie damit aufhörten, weil ihnen mit solch einem Nachdruck ‚geraten’ wurde, es auf sich beruhen zu lassen, dass sie sicher das Gefühl hatten, dass die Fortführung ihnen nicht nur ihre Positionen in Kirchenschulen kosten würde, sondern auch ihre Mitgliedschaft in der Kirche.“

Mrs. Brooks kritisiert sogar Joseph Fielding Smith, der der 10. Präsident der Kirche wurde, dafür, dass er die Information, die er zur Verfügung hatte, als er einen Bericht über das Massaker schrieb, nicht nutzte. Sie erklärt:

„Eine sogar bessere Illustration ist vielleicht Essentials in Church History von Joseph Fielding Smith. In der 1945er-Ausgabe widmet Smith ein Kapitel dem Massaker, in dem er, ohne Namen zu erwähnen, kaum Sprache finden kann, die stark genug wäre, oder Worte, die kraftvoller genug wären, um die Beteiligten zu verdammen. Er zitiert eine Fußnote, und nur eine, Bancrofts Erklärung, dass es ‚das Verbrechen einer Einzelperson war, das Verbrechen eines Fanatikers der schlimmsten Sorte’. Jedoch gibt es in den Sammlungen des Geschichtsschreiber-Büros der HLT-Kirche, Berichte, von denen er der Hüter ist, eine Fülle von Beweisen, dass dies definitiv NICHT das Verbrechen einer Einzelperson war, auch nicht die Verantwortlichkeit eines einzigen Mannes. Selbst die oberflächlichste Nachforschung würde die totale Lächerlichkeit solch einer Aussage zeigen.

Es scheint, dass, einmal einen Standpunkt bezogen und eine Geschichte voran getrieben, die Führer der Mormonenkirche meinten, dass sie sie aufrecht erhalten sollten, ungeachtet aller gegensätzlichen Beweise. In ihrer Sorge, die Sache sterben zu lassen, erkennen sie nicht, dass sie nie endgültig zur Ruhe gebracht wird, bis sie wie jedes andere historische Ereignis akzeptiert ist, mit dem Blick darauf, nur die Fakten heraus zu finden. Sich davon zurück zu ziehen, jeden unglaubwürdig zu machen, der sich da hineinfragt, sich zu weigern, darüber zu diskutieren oder zu zögern, furchtlos alle Beweise zu akzeptieren, bedeutet nicht nur, es als eine Streitfrage zu betrachten, sondern es lässt die loyalsten Jünger an der Wahrhaftigkeit ihrer Führer zweifeln, wenn sie geschichtliche Dinge anders präsentieren. Dies trifft besonders zu, wenn wir es mit College-Studenten und Leuten zu tun haben, die in der Forschung ausgebildet sind.“ (The Mountain Meadows Massacre, S. 160-161; S. 217-218 der 1962er-Ausgabe)

In der neuen Ausgabe ihres Buches (1970 gedruckt) gibt Juanita Brooks folgende Information in Bezug auf den Schauplatz des Mountain-Meadows-Massakers:

„Im April 1966 kauften Repräsentanten der Mormonenkirche von Mr. Ezra Lytle zweieinhalb Morgen Land, worauf das Monument steht. Sofort ergriffen die Führer eine Politik der ‚Abschreckung’ von Besuchern. Am 2. Juni 1966 verschwanden das Schild der Forstverwaltung und auch das Schild vom ‚Old Spanish Trail’ auf der gegenüber liegenden Seite der Straße. Obwohl Forst-Ranger in Enterprise und Cedar City in Kenntnis gesetzt wurden, blieb der Ort bis zum 2. Dezember ungekennzeichnet, was bedeutet, dass eine ganze Saison lang Touristen vergeblich nach dem Monument suchten.

Auch wurde an der Zufahrtstraße überhaupt keine Arbeit verrichtet, so dass es im Januar 1967 für jedes Auto total unmöglich war, den Schauplatz zu erreichen. Irgendwann nach dem 4. August 1966 wurde der Picknick-Tisch im Tal mit schwerem Gerät aufgehoben und weggebracht mit einem Bericht an den Forst-Ranger in Cedar City, dass er durch eine Flut heruntergespült war. Darüber, dass dieser Bericht falsch war, gab es eine Fülle an Beweisen für jeden von mehreren Personen, die hingingen, um die Sache zu untersuchen.

Im Frühsommer 1967 zwang die Aufregung von Touristengruppen und Reiseclubs die Grafschaftskommission, die Straße zu reparieren und sie offen und passierbar zu halten. Sie setzten es fort.“ (The Mountain Meadows Massacre, 1970, Erklärung der Autorin – II, S. xviii)

Offensichtlich versuchen die Mormonenkirchenführer die Wahrheit über das Mountain-Meadows-Massacre zu vertuschen. J. Fourney, der Superint. für Indianerangelegenheiten für das Utah-Territorium war, erklärte, dass das Mountain-Meadows-Massaker „ein Verbrechen“ war „das in der amerikanischen Geschichte an Grausamkeit keine Parallele findet“. Die Mormonenkirche möchte für dieses Verbrechen keine Verantwortung auf sich nehmen, obwohl die Führer der Kirche damals predigten, dass es nicht nur annehmbar, sondern manchmal in den Augen des Herrn wohlgefällig wäre, dass Blut vergossen werde. Brigham Young nannte dies sogar eine „Lehre“. Brigham Young wurde als der Prophet, Seher und Offenbarer der Mormonenkirche unterstützt und den Leuten wurde gesagt, dass sie seine Lehren befolgen sollten, ob „richtig oder falsch“. Ist es dann ein Wunder, dass einige Mitglieder der Kirche, nachdem sie Brigham Youngs „Lehre“ von der Blutsühne gehört hatten, nichts Falsches darin sahen, eine Kompanie von Aussiedlern zu töten?

Für diejenigen, die interessiert sind, das Massaker gründlich zu studieren, empfehlen wir wärmstens Juanita Brooks Buch The Mountain Meadows Massacre.

Kapitelübersicht
Zum Portal --> Die Mormonen

Die berühmtesten Daniten waren Bill Hickman, und John D. Lee, der Anführer des Mountain-Meadows-
Massakers.
Brighams
Zerstörender Engel

Bill Hickman erzählt von den zahlreichen Morden, die er im Auftrag Brigham Youngs beging, bis er schließlich vom Brighamismus genug hatte und auszusteigen versuchte, was dazu führte, dass er nun selbst gehetzt wurde.
Mountain-Meadows-
Massaker

Josiah Gibbs recherchierte Anfang des 20. Jahrhunderts über dieses Ereignis und schrieb dazu neben stehendes Buch.
Das Mountain-Meadows-
Massaker
(Kapitel 33 des Buches "Mormonism - Shadow or Reality?")
Enthalten ist
LETZTES BEKENNTNIS UND LETZTE ERKLÄRUNG JOHN D. LEES

John D. Lee war für die Durchführung des Massakers verantwortlich. Er tat dies wohl im Glauben und Gehorsam gegenüber seinen Kirchenführern, bekam aber später erhebliche Zweifel über die Richtigkeit und offenbarte in seinem Bekenntnis die wahre Geschichte dieses Massakers aus seiner Perspektive.
Besonderer Bericht über das Mountain-Meadows-
Massaker

2 Jahre nach dem Mountain-Meadows-
Massaker recherchiert ein US-Offizier vor Ort und liefert einen Bericht an die Regierung.
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