KAPITEL II

HICKMANS ERZÄHLUNG

Geburt und frühes Leben—Erste tapfere Tat—Den Panther getötet—Ausbildung—Heirat—Schließt sich den Mormonen an—Lernt Joseph Smith kennen—die Probleme in Nauvoo—Hickman im Gefängnis—raffiniertes Entkommen—Erste Gewalttat unter der Regentschaft von Brigham Young—den Fälscher getötet—die Indianer erschossen—Hickmans Flucht—Abenteuer in der Prärie—Ankunft in Salt Lake.

Ich wurde am 16. April 1815 in Warren County, Kentucky, geboren. Meine Eltern waren frühe Siedler im Staat Virginia, während ich die sechste Generation auf dem nordamerikanischen Kontinent bin. Ich hatte gemäß der Geschichte meines Großvaters einundzwanzig Blutsverwandte im Revolutionskrieg und keinen einzigen Tory unter ihnen, womit er sich brüstete, als ich ihn vor achtundzwanzig Jahren das letzte Mal sah. Er gab mir eine lange Lektion und erzählte, dass er alt wäre und erwartete, mich nicht wiederzusehen, dass er nichts über meine Religion wüsste und es ihm auch egal wäre, aber ich musste ihm versprechen, dass ich meinem Land gegenüber immer treu sein würde, und er erzählte mir von den Mühsalen, die die alten Revolutionäre durchmachen mussten, und dem angeborenen Recht, das ich dieser unabhängigen Regierung gegenüber hätte, was in meinem Herzen Eindrücke und Gefühle hinterließ, die mich immer begleiten werden.

Als ich drei Jahre alt war, zog mein Vater von Kentucky nach Missouri um und siedelte am Missouri-Fluss in der Stadt, die als Old Franklin bekannt ist, die jetzt mit fast der ganzen Grundfläche in den Fluss gespült wurde. Sie lag dort gegenüber, wo sich jetzt Booneville befindet, wo die wilden Indianer umherstreiften und überall im Land plünderten. Männer wurden getötet, während sie auf ihren Felder pflügten und gelegentlich wurde eine ganze Familie von diesen Wilden, den Sacs und den Foxes, abgeschlachtet. Aber als zwei Jahre danach Frieden geschlossen wurde, zog mein Vater vierzig Meilen nach Norden um in die Nähe, wo sich jetzt Huntsville befindet. Eine Ansiedlung von etwa zwölf oder fünfzehn Familien machte die gesamte Population jener Region aus. Es gab nur zwei Familien nördlich von uns und keine westlich, so dass Sie sich das wilde Land vorstellen können, in dem ich meine Kindheit verbrachte. Es gab eine Menge Büffel innerhalb eines Tagesritts; Hirsch, Bär, Reh, Truthähne und Bienen gab es ohne Ende und Panther brüllten fast jede Nacht, so dass es zusammen mit dem Heulen des Wolfs und dem Kreischen der Eulen für einen so jungen höchst schrecklich war. Aber es wurde bald zu einer Art zweiter Natur und, wenn ich dieses schauerliche Panthergebrüll hörte oder ein ungewöhnliches Geheul der Wölfe, schaute ich zuerst meinen Vater an, dann meine Mutter (ja, es kam oft vor), um zu sehen, ob ich einen Blick der Furcht in einem von ihnen erkennen könnte. Wenn ich nichts erkennen konnte, legte ich mich erleichtert zur Ruhe; aber wenn ich bemerkte, dass sie aufmerkten oder horchten, blieb ich atemlos still; und oft konnte ich mein Herz schlagen hören und es kam mir so laut vor, wie das Trommeln eines Spechts auf einem Holzstamm. Aber alles ging für ein Jahr oder so gut, als die Indianer wieder einen Überfall auf eine Erkundungsgruppe machten, die vom Missouri-Fluss herkam, um sich das Land nördlich von uns anzuschauen, wobei etliche von der Gruppe getötet wurden. Dies geschah nur etwa zehn Meilen von unserer Siedlung entfernt, und damals kamen alle Familien zusammen und alle Männer außer dreien gingen den Indianern hinterher. Sie fanden sechs Weiße, die an einer Stelle verbrannt worden waren und zwei wurden vermisst und man hörte nie wieder etwas von ihnen. Die Männer waren eine Woche oder so unterwegs, aber überrumpelten die Indianer nicht. Spähtrupps wurden lange Zeit draußen gehalten, bis die Indianer verschwanden, und das Land begann, sich zu bevölkern. Viele Leute wurden sehr fleißig, und schufen gute Farmen und bauten Getreide and Rohstoffe im Überfluss an, während andere der Jagd frönten und sich um nichts anderes zu kümmern schienen.

Mein Vater erbaute die erste Getreidemühle in diesem Land und sie war Tag und Nacht vier oder fünf Jahre lang in Betrieb, und es gab sonst keine Mühle im Umkreis von vierzig Meilen. Als ich zehn oder elf Jahre alt war, hatten wir die erste Schule in der Nachbarschaft, aber meine Eltern, die eine

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Brighams Wohnsitz, wo er jetzt gefangen gehalten wird, und zwar ohne Kaution.

ordentliche Schulbildung hatten, unterrichteten mich und meine jüngeren Brüder zu Hause, so dass ich, als ich mit der Schule begann, buchstabieren, lesen, und recht gut schreiben konnte. Zu dieser Zeit bekamen wir eine gesetzliche Zusage für eine neue Grafschaft. Und Randolph, der Sitz der Grafschaft, befand sich sechs Meilen von Vaters Wohnort. Dann begannen Pferderennen und Whiskeytrinken, die rauen Burschen aus den weitabgelegenen Waldgebieten bewiesen ihre Männlichkeit in Kämpfen, von denen viele brutal geschlagen wurden, bevor sie sich ihren Gegnern ergaben, ständig wurde ein Finger abgebissen, oder ein Ohr oder die Nase, und manchmal wurde eine Auge herausgerissen. Bei der ersten Wahl im Land wurde mein Vater zum Magistrat gewählt und dieses Amt hielt er sieben Jahre inne, und derjenige, der später mein Schwiegervater wurde, George Burckhardt wurde zum Repräsentanten dieser Grafschaft in der Gesetzgebenden Körperschaft Missouris gewählt, und er übte dieses Amt vierzehn Jahre lang aus. Wir hatten eine Dreimonatsschule in der Nachbarschaft nach jedem Herbstanfang. Ungefähr als ich zwölf oder dreizehn Jahre alt war, vollzog ich meine erste Mutprobe. Mein Vater besaß etliche hundert Stück Schweine, die die Wälder durchstreiften und nur dann gefüttert werden mussten, wenn der Boden gefroren war; dann würden sie heimgetrieben werden, und zusammen mit ihnen auch wilde Exemplare, mit furchtbaren Zähnen, die aus ihrem Maul ragten, und die ständig Menschen angreifen würden. Mein Vater schickte mich zur Mühle, die Schweine mit dem Zollgetreide aus der Mühle zu füttern, und sagte mir gleichzeitig, dass ich auf die wilden Keiler aufpassen sollte. Ich beendete die Arbeit und machte mich auf nach Hause, das drei- oder vierhundert Yards (270 –oder 370 Meter) entfernt lag, und ich hatte schon ungefähr die Hälfte des Weges hinter mir, als ich hinter mich schaute und einen riesigen wilden Keiler erblickte, der vollbewaffnet hinter mir her war, nicht mehr als fünfzig Schritte hinter mir. Ich begann heimwärts um mein Leben zu rennen und mir begegnete ein alter Jagdhund auf der Höhe seiner Geschwindigkeit, der mich fast umwarf, als er an mir vorbeirannte. Nachdem ich einige Sprünge machte, hielt ich an und drehte mich um, um den Kampf zu beobachten;

ich erblickte eine erschreckende klaffende Wunde an der Schulter des Hundes, aber er hatte den Keiler am Ohr und in diesem Augenblick wandelte sich die Angst in Wut und ich sagte zu mir: „Ich werde dich töten oder bei dem Versuch sterben.“ Ich hob etwas auf, das wir damals einen „hand-spike“ nannten, der am Straßenrand lag, und ging auf das Schwein los. Aber ich musste mich drei oder vier Mal zurückziehen, da er mit dem Hund, der ihn festhielt, auf mich zurennen wollte. Nach einer Weile gelang mir ein Hieb quer über seinen Rücken, was sein Hinterteil zu Boden brachte. Ich ließ weitere Hiebe folgen, der alte Hund hielt ihn fest, obwohl er drei schwere Wunden abbekommen hatte, eine in seinem Nacken, die ich auf Grund des Blutflusses für tödlich hielt. Aber, seinem jungen Herrchen treu, wann immer ich rief: „Halt ihn fest, Catch“, fasste er zu, während ich dem Keiler auf den Rücken und in die Seite schlug. Dann holte ich mein Taschenmesser heraus und schnitt seine Kniesehnen durch, dann schnitt ich ein Loch in seine Seite und weidete ihn buchstäblich aus, immer jeweils eine Hand voll. Ich sah ihn sterben und jetzt erst, nach dem ich zum Hund gesprochen hatte, ließ er ihn los.

Ich ging über und über mit Blut beschmiert nach Hause, ging hinein und traf Vater an; er schaute mich an und fragte, was los wäre. Ich erzählte es ihm. Er wurde blass und sagte dann, dass ich mich irren müsse. Er schulterte sein Gewehr und ging mit mir. Das erste, was ich ihm zeigte, war der Hund; armer Kerl, er hatte aufgehört, zu bluten, und lag ausgestreckt im Vorgarten. Vater sagte, er hätte nie zuvor solche Zähne gesehen. Er gab mir die Anweisung, nicht eher hinauszugehen, bis alle Schweine wieder in die Wälder gegangen wären. Hierüber wurde viel geredet. Viele Männer sagten, dass kein Geld der Welt sie dazu bewegen könnte, das zu tun, was ich getan hatte.

Ungefähr zwei Jahre nach diesem Ereignis, im Frühjahr, hatten wir ein zwanzig Morgen großes Feld fertig für die Kornaussaat. Da es eine große Tagesarbeit für alle Hände war, waren wir schon draußen, sobald es hell war. Aber als wir auf waren, hörten wir als erstes die Bluthunde einen schrecklichen Lärm veranstalten und wir dachten, dass sie etwas auf einem Baum ausgemacht hätten, aber vermuteten, dass es nur ein Waschbär wäre, die es in großen Mengen gab. Die Hunde gingen oft auf Jagd, ohne dass jemand dabei wäre. Sie hätten die Waschbären auf die Bäume gejagt und mit dem Gebell und Geheul nicht bis zum Morgen aufgehört, bis einer von uns hingegangen wäre, um nachzusehen, was sie hätten, und somit dem Spiel ein Ende gemacht hätte, indem er den Baum umgesägt oder das Tier erschossen hätte. Aber an diesem Morgen gab es eine ungewöhnliche Menge Gebell, als ob es dort etwas mehr als nur Waschbären gab, und Vater sagte zu mir: „Bill, nimm das Gewehr und geh mal nachschauen, was die Hunde auf die Bäume gejagt haben!“ Ich machte mich mit dem Gewehr und einem Messer auf den Weg, ging ungefähr eine Meile und sah in einem Baum einen großen, voll ausgewachsenen Panther und die Hunde unter dem Baum. Das Haar stand mir zu Berge, aber ich nahm meinen Mut zusammen, spannte mein Gewehr und näherte mich bis auf fünfzig Yards dem Baum, als mich das wild aussehende Ungeheuer erblickte. Er sprang vom Baum und die Hunde, sechs an der Zahl, vier Bluthunde und zwei starke Köter, schnappten ihn. Ich rannte hin, aber es gab solch ein Gedrehe und Gerolle, dass ich mich nicht zu schießen traute, und sah keine Chance dazu, ohne einige Hunde zu treffen. Ich zog mein Messer, als ich ihn von den Hunden niedergestreckt sah und machte auf ihn einen Vorstoß; aber er sah mich und machte nochmals eine Anstrengung, riss sich von dem Köter los, der ihn am Hals gepackt hatte und streckte seine Pranke nach mir aus und machte einen kräftigen Schlag. Er erwischte meine Hose direkt unter der Gürtelinie und riss einen ungefähr drei Inches breiten Streifen bis auf den Boden heraus. Ich drehte mich um und sah, wie die Hunde ihn fast bedeckten, aber er stand auf, während einer die eine Stelle festhielt und einige eine andere. Alle seine Beine wurden bis auf eines von den Hunden festgehalten. Ich machte einen plötzlichen Vorstoß und stach ihm mit dem ersten Hieb durch das Herz, sprang zurück und rief den Hunden zu. Ich sah ihn schwächer werden und bald war er tot. Er war für mich zu schwer, um ihn zu tragen; alles, was ich wollte, war ihn hochzuheben. Ich ging nach Hause und erzählte die Neuigkeiten, aber man glaubte mir nicht, bis wir hinausgingen und das riesige Tier aufluden. Meine Hose hatte ich, bis wir zu Hause ankamen, mit Hickoryrinde zusammengebunden. Die Geschichte über den herausgerissenen Streifen aus der Hose war zu unglaublich, und sie sagten, so könnte es nicht gewesen sein – dass ich sie an einem Aststumpf zerrissen

hätte oder beim Rennen durchs Gebüsch; aber als wir hinausgingen, um ihn zu holen, befand sich der Streifen in seinen Klauen und war festgehakt, und das war ohne jeden Zweifel der Beweis, dass ich ein großes Risiko eingegangen war und ich bekam dafür einen ernsten Verweis. Ich liebte Sport, wie Jagen oder Fischen, wenn ich die Gelegenheit dazu hatte und ich war voller Übermut und führte zum Spaß Tricks vor, aber ich hatte selten eine Auseinandersetzung mit einem Nachbarsjungen. Ich wurde von sehr ruhigen Eltern streng erzogen. Ich sah niemals meinen Vater betrunken, auch hörte ich ihn nie einen Eid schwören und ich kann mehr als die meisten Männer sagen, dass mir nie bekannt wurde, dass meine Eltern sich stritten. Ich hörte meinen Vater sagen, seit ich klein war, dass ich der beste und schlimmste Junge wäre, den er je aufgezogen hätte: der beste für die Arbeit und das Geschäft, aber sonst nur Unfug im Sinn.

Im Alter von fünfzehn wurde ich von zu Hause weg zur Schule geschickt. Man drängte mich, auf ein Medizinstudium hinzuarbeiten, was ich tat, aber nach einigen Monaten gab ich es auf und ging wieder zur Schule. Danach wurde ich gedrängt, Jura zu studieren, was mir besser gefiel; aber ich wurde dessen ziemlich müde, und da ich sah, dass ich ständig Bücher wälzen müsste, entschloss ich mich, wieder zur Schule zu gehen. Ich wurde in eine andere Nachbarschaft geschickt und logierte bei George Burckhardt, der drei aus seiner Familie in dieselbe Schule schickte. Bald war ich von einer seiner Töchter entzückt. Ich dachte, sie wäre die hübscheste, kleine, schwarzäugige Kreatur, die je erlebt hatte. Ich war sechzehn und sie war fast drei Jahre älter. Dies war meine erste Liebe. Sie hing an mir und wenn wir nicht studierten, waren wir in geselligem Gespräch vertieft. In vier oder fünf Monaten waren wir verlobt, um dann zu heiraten, wenn ich alt genug wäre. Unsere Liebe wurde stärker, die Zeit verging langsam und im Alter von siebzehn beschlossen wir zu heiraten. Meine Leute waren sehr gegen mich, als Folge, dass ich so jung war, und der Vater meiner Frau war ebenso dagegen.

Mein Vater drängte mich, erst ein Studium zu beenden und dann zu heiraten; aber all dies nützte nichts. Ich war vollkommen unersättlich verliebt und schließlich sagte ich meinem Vater, dass ich weglaufen und heiraten würde, wenn er seine Zustimmung nicht geben würde. Nachdem sie unsere Entschlossenheit erkannten, stimmten unsere Eltern ein und wir wurden verheiratet, vor neununddreißig Jahren im letzten April. Unsere Eltern boten uns nicht ihre Hilfe an, abwartend, wie ich es später verstand, um zu sehen, was ich tun würde. Nach einigen Tagen ging ich in die Nachbarschaft zehn Meilen entfernt und bewarb mich, für sechs Monate an einer Schule Unterricht zu geben, was ich tat und es gab mir große Befriedigung. Ich hatte eine große Schule, etwa fünfundsiebzig Gelehrte und alle gut ausgebildet. Meine Dienstherren sagten, dass sie ihnen mehr wert wäre als alle Schulen, die sie je vorher hatten.

Während des Sommers machten die Indianer einen Überfall auf die Nordsiedlung, töteten sieben oder acht Männer und verbrannten sie. Die Nachricht erreichte uns und es wurden in großer Eile Freiwillige gesucht. Ich war bereit und begierig mitzugehen, aber meine Dienstherren sagten mir, dass ich bleiben und die Kinder unterrichten müsste.

Das war schmerzlich für mich, weil es meine erste Gelegenheit gewesen wäre, in den Krieg zu ziehen. Ich blieb widerwillig. Etwa zweihundert Freiwillige zogen hinaus, aber sie fanden keine Indianer. Im nächsten Winter ging eine Gruppe von, ich glaube, fünfzehn heimlich hinaus, wie sie sagten, um den „Herrn Indianer“ mit seinen eigenen Waffen zu schlagen. Sie töteten ungefähr ein Dutzend und alle kehrten in Sicherheit zurück.

Zum Ende meiner Zeit in der Schule gab mir mein Vater ein Stück Land, mit Prärie und Baumbeständen, unbestellt, rüstete mich mit den nötigen Werkzeugen aus und sagte, dass ich an die Arbeit gehen sollte. Ich baute ein Haus, zäunte eine Farm ein und fuhr damit fort, das Land zu verbessern, so lange ich in Missouri blieb.

hätte oder beim Rennen durchs Gebüsch; aber als wir hinausgingen, um ihn zu holen, befand sich der Streifen in seinen Klauen und war festgehakt, und das war ohne jeden Zweifel der Beweis, dass ich ein großes Risiko eingegangen war und ich bekam dafür einen ernsten Verweis. Ich liebte Sport, wie Jagen oder Fischen, wenn ich die Gelegenheit dazu hatte und ich war voller Übermut und führte zum Spaß Tricks vor, aber ich hatte selten eine Auseinandersetzung mit einem Nachbarsjungen. Ich wurde von sehr ruhigen Eltern streng erzogen. Ich sah niemals meinen Vater betrunken, auch hörte ich ihn nie einen Eid schwören und ich kann mehr als die meisten Männer sagen, dass mir nie bekannt wurde, dass meine Eltern sich stritten. Ich hörte meinen Vater sagen, seit ich klein war, dass ich der beste und schlimmste Junge wäre, den er je aufgezogen hätte: der beste für die Arbeit und das Geschäft, aber sonst nur Unfug im Sinn.

Im Alter von fünfzehn wurde ich von zu Hause weg zur Schule geschickt. Man drängte mich, auf ein Medizinstudium hinzuarbeiten, was ich tat, aber nach einigen Monaten gab ich es auf und ging wieder zur Schule. Danach wurde ich gedrängt, Jura zu studieren, was mir besser gefiel; aber ich wurde dessen ziemlich müde, und da ich sah, dass ich ständig Bücher wälzen müsste, entschloss ich mich, wieder zur Schule zu gehen. Ich wurde in eine andere Nachbarschaft geschickt und logierte bei George Burckhardt, der drei aus seiner Familie in dieselbe Schule schickte. Bald war ich von einer seiner Töchter entzückt. Ich dachte, sie wäre die hübscheste, kleine, schwarzäugige Kreatur, die je erlebt hatte. Ich war sechzehn und sie war fast drei Jahre älter. Dies war meine erste Liebe. Sie hing an mir und wenn wir nicht studierten, waren wir in geselligem Gespräch vertieft. In vier oder fünf Monaten waren wir verlobt, um dann zu heiraten, wenn ich alt genug wäre. Unsere Liebe wurde stärker, die Zeit verging langsam und im Alter von siebzehn beschlossen wir zu heiraten. Meine Leute waren sehr gegen mich, als Folge, dass ich so jung war, und der Vater meiner Frau war ebenso dagegen.

Mein Vater drängte mich, erst ein Studium zu beenden und dann zu heiraten; aber all dies nützte nichts. Ich war vollkommen unersättlich verliebt und schließlich sagte ich meinem Vater, dass ich weglaufen und heiraten würde, wenn er seine Zustimmung nicht geben würde. Nachdem sie unsere Entschlossenheit erkannten, stimmten unsere Eltern ein und wir wurden verheiratet, vor neununddreißig Jahren im letzten April. Unsere Eltern boten uns nicht ihre Hilfe an, abwartend, wie ich es später verstand, um zu sehen, was ich tun würde. Nach einigen Tagen ging ich in die Nachbarschaft zehn Meilen entfernt und bewarb mich, für sechs Monate an einer Schule Unterricht zu geben, was ich tat und es gab mir große Befriedigung. Ich hatte eine große Schule, etwa fünfundsiebzig Gelehrte und alle gut ausgebildet. Meine Dienstherren sagten, dass sie ihnen mehr wert wäre als alle Schulen, die sie je vorher hatten.

Während des Sommers machten die Indianer einen Überfall auf die Nordsiedlung, töteten sieben oder acht Männer und verbrannten sie. Die Nachricht erreichte uns und es wurden in großer Eile Freiwillige gesucht. Ich war bereit und begierig mitzugehen, aber meine Dienstherren sagten mir, dass ich bleiben und die Kinder unterrichten müsste.

Das war schmerzlich für mich, weil es meine erste Gelegenheit gewesen wäre, in den Krieg zu ziehen. Ich blieb widerwillig. Etwa zweihundert Freiwillige zogen hinaus, aber sie fanden keine Indianer. Im nächsten Winter ging eine Gruppe von, ich glaube, fünfzehn heimlich hinaus, wie sie sagten, um den „Herrn Indianer“ mit seinen eigenen Waffen zu schlagen. Sie töteten ungefähr ein Dutzend und alle kehrten in Sicherheit zurück.

Zum Ende meiner Zeit in der Schule gab mir mein Vater ein Stück Land, mit Prärie und Baumbeständen, unbestellt, rüstete mich mit den nötigen Werkzeugen aus und sagte, dass ich an die Arbeit gehen sollte. Ich baute ein Haus, zäunte eine Farm ein und fuhr damit fort, das Land zu verbessern, so lange ich in Missouri blieb.

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Die erste tapfere Tat des jungen Hickman: Das Töten eines wilden Keilers.

Etwa acht oder zehn Monate, nachdem ich verheiratet war, schloss ich mich der Methodistenkirche an, zu der meine Frau gehörte, als wir heirateten. Ich lebte ein ruhiges und religiöses Leben und machte die Theologie zu meinem Hauptstudium. Ich untersuchte jeden religiösen Glauben, von dem ich hörte und unterm Strich war, wie ich annahm, der Mormonismus unbedeutend und wertlos, aber ich fand bald heraus, dass ich mich irrte. Ich untersuchte ihn weiterhin zwei Jahre lang. Ich lebte an der Straße, auf der die Mormonen von Kirtland, Ohio, in das westliche Missouri reisten, und ich hatte fast täglich Gelegenheit, mit ihnen zu reden. Nachdem ich durch und durch überzeugt war, dass sie Recht hätten, schloss ich mich ihnen im Frühjahr, bevor sie Missouri verließen, an. Dies war für mich eine große Herausforderung. Ich hatte in der Gesellschaft einen guten Stand; die Mormonen waren sehr unbeliebt bei den Missourianern und man drückte von Seiten meiner Freunde und Verwandten großes Bedauern aus, dass ich mich ihnen angeschlossen hatte.

Aber ich sagte ihnen, dass ich in meiner Überzeugung ehrlich wäre, was auch stimmte. Nur die Erlösung konnte mich dazu bewegen, so zu handeln. Ich könnte die Einzelheiten meiner Überzeugung darlegen, aber ich halte es nicht für notwendig, es in dieser Geschichte zu tun; aber es sei nur gesagt, dass es in mir keine Heuchelei gab, während ich so handelte. Meine Motive waren rein und meine Absichten gut. Sechs Monate, nachdem sich die Schwierigkeiten zwischen den Missourianern und den Mormonen im westlichen Missouri ereigneten, lebte ich etwa über einhundert Meilen östlich von dort, wo sich die Mormonen befanden, und ich wusste nichts von den Schwierigkeiten und nur das, was ich von beiden Seiten hörte. Meine Meinung war damals, und ist es heute immer noch, dass den Mormonen sehr Unrecht getan wurde und sie misshandelt wurden. Aber zweifellos gab es gemäß ihren eigenen Zugeständnissen mir gegenüber schlechte Menschen unter ihnen, die einige offenkundige Taten begingen; aber es war nicht allgemeingültig, die meisten von ihnen waren ruhige Leute. Dies kann man ihnen zu einem gewissen Maß zu Gute halten. Der größte Teil der Bevölkerung des Wilden Westens bestand zu mindestens zwei Dritteln ihrer Bevölkerung aus diesen ungebildeten, abergläubischen Personen, die weiterhin Grenzbewohner blieben. Diese Sorte Leute kamen in Massen, führten Wahlen durch, sagten, was getan werden sollte, usw..

Ich hatte einigen Ärger, bevor ich wegkam, der der erste, so könnte ich sagen, in meinem Leben war, aber es hatte mit einer Bande von Strolchen zu tun, die den Sieg über einen Mormonen suchten. Wir hatten einen netten Ziegelbrocken-Zweikampf, bei dem zwei von fünfen ordentlich blaue Flecken bekamen. Ich verantwortete mich dafür vor dem Friedensrichter, aber die Kläger versäumten es, zu erscheinen, da sie von mir das Versprechen erhielten, dass der Ball auf eine ernstere Weise eröffnet werden würde, wenn sie hierher kämen und solche Dinge beeideten; das hätte ich ihnen garantiert.

Ich verkaufte meine Farm zu einem niedrigen Preis und verließ Illinois. Ich sah viel Leid und Elend unter denen, die Missouri verließen; Frauen und Kinder barfüßig und hungrig; aber von diesen Dingen wurden sie bald geheilt. Unseren Leuten wurde in Illinois geholfen, es gab Arbeit zu tun und sie konnten alles bekommen, was sie dafür brauchten. Ich gab alles hin, solange ich für diese Leidenden noch einen Dollar hatte.

Im folgenden April sah ich Joseph Smith zum ersten Mal und ich hatte mit ihm ein langes Gespräch und ich mochte ihn sehr. Ich verbrachte ein Jahr in der Hancock-Grafschaft und ging danach nach Nauvoo und blieb ein weiteres Jahr; dann zog ich wieder ins Land zurück und blieb dort bis zum Frühjahr 1844. Während ich oft nach Nauvoo ging, hörte ich Smith einige Male predigen. Ich sah sein Predigen als biblische Lehre an. Ich hörte ihn einige Male über die Regierung der Vereinigten Staaten sprechen, was er immer in den höchsten Tönen tat. Ich hörte ihn einmal vor einem öffentlichen Publikum sagen, dass die Verfassung der Vereinigten Staaten ein Stück seiner Religion wäre, und auch ein gutes Stück. Er sagte, wir wären ein niedergeschrieenes Volk und würden falsch dargestellt, aber sollte es zu seiner Zeit zu einem Krieg kommen, würde er dem Volk zeigen, wer gegenüber der Regierung treu und loyal wäre. Er sagte: „Ich würde alle körperlich befähigten Männer aufrufen und ihnen vorangehen und die Welt würde wissen, wozu wir in der Lage wären.“

Solche Erklärungen wurden oft von ihm abgegeben. Er sagte, dass er überzeugt wäre, dass es einen Krieg geben würde, in den die Vereinigten Staaten verwickelt würden, aber er erwartete nicht, ihn während seines Lebens zu erleben. „Nun“, sagte er, „ Brüder und Freunde, sollte jemand von Ihnen etwas gegen mich haben, kommen Sie her und sagen es mir, und ich werde es in Ordnung bringen; seien Sie nicht hinterhältig; kommen Sie öffentlich oder privat und sehen Sie, ob ich Sie nicht überzeuge oder jeden, der etwas gegen mich hat.“ (Welch ein Unterschied zwischen ihm und einigen, die jetzt an seiner Stelle stehen.) Im Frühjahr 1844 gingen meine Frau und meine Familie nach Missouri, um dort den Sommer bei unseren Verwandten zu verbringen, die um uns besorgt waren, und wollten das wir zurückkommen, seit wir weggingen.

Während des Sommers entwickelten sich Schwierigkeiten in und um Nauvoo. Der Pöbel erhob sich und die staatlichen Autoritäten wurden gerufen, ihn zur Ruhe zu bringen, mit Gouverneur Ford an ihrer Spitze. Die Smiths wurden inhaftiert und im Carthage-Gefängnis untergebracht, achtzehn Meilen von Nauvoo entfernt, mit einer schwachen Bewachung. Gouverneur Ford ging nach Nauvoo unter irgendeinem Vorwand oder aus anderen Gründen, ich vermute, dass niemand weiß warum, und während er dort war, vertrieb ein geschwärzter Pöbelhaufen die Wache und tötete Joseph und Hyrum Smith. Es wurden nie Anstrengungen unternommen, diese pöbelherrschaftlichen Mörder einzusperren und vor Gericht zu bringen.* Ich hörte davon, während ich in Missouri war, nahm mein Pferd und ging nach Nauvoo, etwa hundertundfünfzig Meilen; fand alles so vor, wie es mir erzählt worden war, und die Leute in einem trauernden Zustand.

*Siehe Anhang A

Im Herbst übernahm Brigham Young die Vollmacht der Kirchenführung, was teilweise die Leute zu beruhigen schien; aber viele waren nicht einverstanden. Sie sagten z. B.: “Er ist kein Prophet; er wurde weder von Gott berufen noch vom Propheten Joseph Smith ordiniert.“ Ich, der so durch und durch von der Wahrheit des Mormonismus überzeugt war, war bereit, lieber jeden zu akzeptieren als zu sagen, dass unser System zusammenbrechen sollte. Die Dinge blieben ruhig bis zum nächsten Sommer, als die Pöbelei von Neuem begann. Als Nächstes kam das Abbrennen von Häusern, Scheunen und Getreide, und Heuhaufen von allen Mormonen, die im Land um Nauvoo herum lebten. Der Sheriff, kein Mormone, tat alles, um dies zu verhindern, aber es nützte nichts, der Pöbel war für ihn zu übermächtig. Dann berief er eine Schar Mormonen, um diese Häuseranzünder einzudämmen, und zwei von ihnen wurden getötet auf Befehl des Sheriffs, als sie nach dem Anzünden eines Hauses verfolgt wurden. Getreidehaufen wurden nachts in Brand gesteckt und Besitzer im Lichte niedergeschossen, wenn sie kamen, um nach der Ursache zu sehen. Dies hörte im Herbst 1845 auf. Ende 1844 ging ich dorthin, was die Green Plains genannt wird, etwa zwanzig Meilen unterhalb von Nauvoo, zu Col. Williams nach Hause, der, wie mir gesagt wurde, den geschwärzten Pöbelhaufen befehligte, der die Smiths tötete, zum Einen, weil Brigham Young mich darum bat und zum Anderen, um mich von der Ursache ihres Todes zu vergewissern. Ich blieb eine Nacht bei ihm. Er war meinetwegen sehr besorgt, als er mich das erste Mal zu seinem Haus kommen sah und vermutete, dass ich ein Mormone wäre; aber ich überzeugte ihn bald, dass ich aus Missouri wäre. Ich kannte etliche seiner Verwandten und Freunde, die in der Nachbarschaft lebten, als ich von dort wegging, was bald seinen Verdacht zerstreute, und es fand zwischen uns eine freie Unterhaltung statt. Er erzählte mir alles über die Smiths, die getötet wurden. Ich fragte ihn, worin die Vorwürfe gegen sie bestanden. Er sagte, sie regierten das Land, wählten, wen sie wollten, und die alten Siedler hatten keine Chance; dass es der einzige Weg war, wie sie ihn loswerden könnten. Nachdem wir fertig waren, sagte er: „Nun, Herr Hickman, wir beabsichtigen nicht, uns selbst in dem zu rechtfertigen, was wir getan haben; wir sprechen dauernd darüber, aber was hätten wir sonst tun können? Es gibt einige schlechte Menschen unter ihnen, die ein wenig stehlen, und es ist fast unmöglich, sie zu erwischen, aber viele von ihnen sind gute Menschen. Ich habe sie als Nachbarn und ich habe sie angeheuert, für mich zu arbeiten, und sie waren gute Nachbarn und fleißig.“ Ich erfuhr auch von ihm, dass sie nicht beabsichtigten, noch einmal einen Pöbelhaufen zu bilden, und das war, was Brigham Young herausfinden wollte. Ich ging nach Warsaw und ins Land ringsherum und bekam einen allgemeinen Eindruck von der ganzen Klasse von Menschen; kehrte nach Nauvoo zurück und stellte Brigham Young allgemein zufrieden, was meine erste Unternehmung mit ihm war und meine erste persönliche Bekanntschaft. Ich wurde später noch persönlicher mit ihm vertraut und wurde bald davon überzeugt, dass er kein solcher Mann wie Smith war und ich kam wirklich zu dem Schluss, dass es ein Fluch war, der über uns geschickt wurde, dass wir nicht würdig wären, dass ein solch guter Mann wie Smith über uns präsidiert; aber ich begnügte mich mit der Begründung, dass es das Beste wäre, was ich tun könnte, und indem ich seinem Rat des Herrn folge, würde der Herr uns mit einem anderen wie Smith segnen.

Im Herbst und Winter 1846 gab es viel Unbehagen unter den Leuten. Sie beschlossen nach Westen zu gehen und arbeiteten den ganzen Winter lang, Wagen, Zuggeschirre und allgemeine Ausrüstung herzustellen. Die Mehrheit machte sich, glaube ich, im März auf den Weg, während sie sich vorher zu Kompanien organisierten. Ich brach mit ihnen auf in der, die als die Artillerie-Kompanie bekannt war. Colonel John Scott war über diese Kompanie verantwortlich. Wir hatten vier Kanonen und ungefähr fünfhundert kleinere Waffen. Scott hatte in seiner Division vier Kompanien. Ich war der erste Captain. Nach einer langen, andauernden Reise, erreichten wir Council Bluffs, wo die Offiziere der Vereinigten Staaten in unser Lager kamen und nach fünfhundert Freiwilligen suchten, die aufgetrieben wurden und sich der Armee der Vereinigten Staaten anschlossen, um dann gegen die Mexikaner zu kämpfen. Ich war krank auf Grund von Masern und konnte nicht mitgehen. Ich blieb in Council Bluffs bis ich reisefähig war, dann ging ich nach Nauvoo zurück, um die Familie zu holen und anderen zu helfen. Als ich Nauvoo erreichte, hörte ich, dass ein Pöbelhaufen Phineas Young und seinen Sohn mitgenommen hätte, und sie konnten nicht gefunden werden; aber man hörte von ihnen, manchmal hier, manchmal dort. Wir stellten eine Kompanie zusammen und durchsuchten das Land etwa zehn Tage lang, bevor wir sie fanden. Sie sind nicht misshandelt worden, nur durch Drohungen und Bloßstellungen, und sie wurden im Wald festgehalten. Sofort danach schwörten diese Zügellosen von Illinois, dass die Mormonen allesamt sofort verschwinden sollten. Nauvoo hatte zu dieser Zeit eine Mehrheit von dem, was man „neue Bürger“ nannte, von denen die meisten die Mormonen nicht gehen lassen wollten, bis sie ihr Eigentum verkaufen könnten. Diese hatten Besitztümer von den Mormonen gekauft, die vor kurzem gegangen waren. Der Pöbel begann sich im Südosten der Stadt zu sammeln, an dem Ort, den man als „Hunter’s Farm“ kennt. Es gab damals ein Komitee von zwölf Männern in der Stadt, die vom Gouverneur ausgesandt waren, um zu erkunden, was falsch war. Vonseiten der Stadtbevölkerung wurde ihnen Gewissheit verschafft und eine Abordnung wurde zum Gouverneur geschickt. Sie kehrten nicht zur vorgesehen Zeit zurück und die Harmonie ging dahin und kehrte nicht zurück. Der Pöbel sammelte sich weiterhin und die Mormonen und Neubürger (Heiden) sammelten sich und entschieden, sich ihnen zu widersetzen. Es waren insgesamt zweihundert, die sie aufbieten konnten. Dann begann auf beiden Seiten das Geplänkel. Ich möchte glauben, dass etwa sechs- oder siebenhundert sich auf der Hunter-Farm versammelt hatten. Wir hielten unsere Wachen draußen und eines Tages wurde unsere Feldwache in die Stadt in die Nähe gejagt, wo unsere Streitkräfte lagen. Wir erkundeten, wie viele hinter ihnen her waren und machten etwa acht aus. Captain William Cutler wählte dann vier Männer aus, die alle auf den besten Pferden saßen und die Verfolgung aufnahmen. Ich war einer von ihnen. Wir konnten sie nicht fassen, aber jagten sie ins Lager und hielten außer Schussweite an. Wir standen in unseren Sätteln auf und beschimpften sie so sehr wie unsere Zungen dazu in der Lage waren; aber sie machten keine Anstalten gegen uns. Wir befanden uns dort fünfzehn oder zwanzig Minuten zwischen zwei Raseneinzäunungen – auch kein Anzeichen des Überquerens – als wir die Straße hinunterschauten und sahen, wie sie hinter uns auf den Zaun zukamen. Wir mussten an ihnen vorbei oder uns ergeben. Ich begann zu glauben, dass wir uns ein wenig zu lang dort aufgehalten hatten. Wir starteten mit Höchstgeschwindigkeit und sie erkletterten den Zaun so dick wie Schwarzdrosseln; ich dachte, ich müsste schreien: „Halt, halt!“ Aber es gab kein Halt; wir ritten durch einen Kugelhagel und niemand wurde verletzt - ein Pferd war verwundet. Ich hatte drei Einschüsse in meiner Kleidung.

Am nächsten Tag bewegten sie sich um die Farm herum, die als „Laws Farm“ bekannt war, von wo aus sie einen ordentlichen Sieg über die Stadt erringen wollten und sie begannen mit Kanonen zu schießen. Die zerstreuten Familien, die damals im Ostteil der Stadt wohnten, zogen zur Ebene am Fluss. Wir hatten keine Kanone, aber wir trennten den Schornstein eines Dampfers ab, verstopften ihn und befestigten ihn auf Wagenrädern, schmiedeten Kugeln aus Schweineblei zurecht, von dem es eine Menge gab, und antworteten auf die Kanonenkugeln. Dies hatte dieselbe Größe wie ihre Kanonen. Sie hatten drei Stück und wir hatten zwei, die ebenso stark schossen wie ihre, aber nicht so genau. Diese Kannonaden hielten mehrere Tage an, während ihre Gruppe weiter zunahm und unsere abnahm. Männer gingen weg, wann es ihnen gefiel, und sie kamen, wann es ihnen gefiel. Wir hatten einige Straßen blockiert, auf denen wir sie hereinzukommen erwarteten. Ich gehörte zu einer Feldwachen-Kompanie; dreißig von uns, unter Captain Anderson. Sie machten sich zur Stadt auf und wir wurden im Norden in Stellung gebracht in Erwartung, dass sie diesen Weg nehmen würden; aber sie schwenkten nach südlich von unseren Brustwehren. Captain Anderson nahm seine Kompanie gerade so weit in die Stadt, dass sie in Deckung waren, und ließ uns dann auf nicht weniger als achthundert Mann zumarschieren, die ständig Feuersalven abgaben. Aber hier lassen Sie mich sagen, dass wir, als wir diesen Schwenker machten, an einer unserer Kanonen vorbeikamen, wo ein Mann tot dalag, dessen Kopf fast weggeschossen war. Ein Neubürger, ein Methodistenprediger war für sie verantwortlich. Er lud (die Kanone) hinter einem Ziegelhaus und wollte sie dann nach vorne rollen und abfeuern. Er hatte sie gerade hervorgerollt, als wir seine Stellung erreichten. Der gute alte Christ bat Gott, dass sie die gewünschte Wirkung bringen würde. Ich konnte mein Lachen über solch ein Gebet von solch einem Mann unter solchen Umständen nicht zurückhalten. Unsere Kompanie errichtete Brustwehren aus einem Ziegelhaus, einer Scheune und einigen Getreidegarben, alles dicht zusammen, ohne gesehen zu werden. Als der Feind näher als

hundertfünfzig Yards auf uns zu kam, eröffneten wir das Feuer auf sie, was sie zum Halten veranlasste – aber die Kugeln kamen nicht dicht genug! Wir dreißig hatten ungefähr dreihundert Schuss in Repetiergewehren, die wir lebhaft gebrauchten. Unser Captain wurde gleich zu Beginn des Gefechts erschossen und fiel tot um. Zu dieser Zeit kämpften die anderen Kompanien auf ihrer rechten Seite. Ungefähr zu dem Zeitpunkt, als wir all unsere Schüsse verschossen hatten und bereit waren aufzugeben, begann der Pöbel sich zurückzuziehen, was recht annehmbar war. Wir blieben in Deckung und luden so schnell wie möglich nach. Ungefähr zu dieser Zeit, sahen wir sie wieder kommen. Sie wurden wie zuvor zum Halten gebracht und verschwanden bald, um wieder in ihre Quartiere zu gehen. Wie viele getötet wurden, habe ich nie erfahren. Ich war als ein Junge begierig darauf gewesen, in eine Schlacht zu geraten, aber ich versichere Ihnen, dass dieses Recht mir eine Menge Stärke genommen hatte. Mein Appetit auf solch einen Spaß ist seither nie wieder so groß gewesen.

ein Bild

Hickman im Gefängnis in Nauvoo - Er tötet seinen Wärter und entkommt.

Wir sahen unsere Streitkräfte schwächer werden und wir wussten, dass wir uns eventuell ergeben müssten; also sandten wir eine Friedensfahne mit einem Komitee, um irgendwie den bestehenden Krieg zu beenden. Einigen Punkten wurde zugestimmt, welche waren, dass die Mormonen auf der Stelle wegziehen müssten, dass sie alle am nächsten Tag in die Stadt kommen müssten, unbehelligt, und dass man ihnen jede Person ausliefern würde, die sie wollten, ein Dutzend oder so – ich befand mich auch unter der Auswahl. Dies war das erste Mal, dass ich begann, bekannt zu werden. Wir dachten, wir würden in jener Nacht den Fluss überqueren und nach Westen gehen: aber der Wind kam auf und es war unmöglich. Die anderen entschlossen sich, sich einen weiteren Tag zu verstecken und dann wegzugehen. Ich wollte keine Gelegenheiten bieten, gefunden zu werden, also zog ich mir einen 1a-Anzug aus schwarzem, feinen Wollstoff an, schicke Stiefel und Ziegenlederhandschuhe – eine vollkommene Verkleidung – und ging zum Fährboot; aber gerade als ich das Ufer verließ, wurde ich von einem aus ihrer Gesellschaft erkannt. Ich wurde natürlich eingesperrt und ins Gefängnis gebracht, um weitere Fälle abzuwarten, und danach wollten sie sich um meinen Fall kümmern. Ich hatte eine sechs Fuß lange Holzfällerkette an meinem Bein mit einer fünfzehn-pfündigen Kugel an deren Ende und war hinter zwei Türen eingeschlossen. Ich blieb einige Tage und als der Wärter eines Nachmittags hereinkam, schlug ich ihn nieder, nahm sein Bowie-Messer und schnitt die Kette von meinem Bein, nahm seine Pistolen und verschwand, und ich bin seitdem nie wieder zurückgekommen, was ungefähr fünfundzwanzig Jahre zurückliegt. Dies war die einzige Zeit, dass ich je im Gefängnis war. Ich ging westwärts auf dem Grand River zu im südlichen Teil Iowas. Ich hatte fast meinen ganzen Besitz verloren, also ging ich arbeiten, baute gutes Gemüse an, machte ein oder zwei Pferderennen mit und im folgenden Herbst war ich in der Lage, nach Council Bluffs zu gehen. Brigham Young war mit einer Pioniergruppe nach Salt Lake gegangen und kehrte dorthin zurück, was als Winter Quarters bekannt ist, jetzt Florence heißt und etwa acht Meilen von Council Bluffs entfernt auf der anderen Seite des Flusses liegt. Ich begegnete ihm und der Gruppe, die auf unsere Seite des Flusses kam, um die Herbstkonferenz abzuhalten. Ich hatte ein Paar wunderschöner Ponys und Young wollte eines von ihnen für seinen Sohn Joseph. Ich gab es ihm und behielt mein Rennpferd, das mir etliche Dollar einbrachte, bevor ich an diesen Ort kam. Ich machte ein Rennen mit einem Potowatamie-Händler um drei Joch Ochsen. Meine Freunde waren so sehr dagegen, dass ich die Einsätze bald danach zurückzog. Brigham Young schickte dann nach mir; ich erfuhr bald, dass er mein kleines Renntier für seinen anderen Sohn Brigham Jun. wollte. Dies ging mir gegen den Strich, da ich wusste, dass er für solch ein Tier keine Verwendung hatte – dass eines, das ein Viertel so viel Wert hätte, für ihn gut genug wäre, und das sagte ich ihm. „Aber“, sagte er, „wenn du sie behältst, wirst du ihr damit nichts Gutes tun; du wirst Rennen veranstalten, und ich will sie.“ Ich konnte nicht abschlagen, da ich im Glauben war, dass er zwischen Gott und Seinem Volk stand und Segen oder Flüche aussprechen könnte wie es ihm gefiel.

Das Frühjahr 1848 brach herein. Young, Hyde und andere hatten einige erbitterte Feinde. Ein Halbblutindianer aus einem der Stämme im Süden, wohlerzogen, war nach Nauvoo gekommen, schloss sich der Kirche an, ging nach Hause und war nach Council Bluffs gekommen, um Brigham Young zu sehen. Brigham machte ihn sehr wild und er schwörte Rache. Er sagte, er wäre mit den Stämmen im Westen gut bekannt und er wäre vor ihm da, würde sie sammeln und Brigham skalpieren, bevor er Fort Laramie erreichen würde – dass er in weniger als drei Monaten einen Kriegstanz über seinem Skalp machen würde. Brigham Youngs Jungen in Winter Quarters hatten sich hinter ihm hergemacht, aber sie konnten ihn nicht schnappen, und er kam auf unsere Seite des Flusses. Brigham schickte mir den Befehl, nach ihm Ausschau zu halten. Ich fand ihn, machte ihn fertig, skalpierte ihn und brachte seinen Skalp zu Brigham Young und sagte: „Hier ist der Skalp des Mannes, der vorhatte, einen Kriegstanz über Ihren Skalp zu machen; Sie können jetzt einen über seinem machen, wenn Sie wollen.“ Er nahm ihn und dankte mir sehr. Er sagte, ich hätte ihm in aller Wahrscheinlichkeit das Leben gerettet und dass er mich eines Tages zu einem großen Mann im Königreich machen würde. Dies war meine erste Gewalttat unter der Leitung Brigham Youngs. Bald hiernach wurde ich beauftragt, einen berüchtigten Pferdedieb aufzuspüren, der geschworen hatte, Orson Hyde das Leben zu nehmen. Ich prügelte ihn tot und machte meinen Bericht, der sehr zufriedenstellend war. Hyde war sehr erfreut und sagte, er wüsste, dass ich ihm das Leben gerettet hätte.

Im Frühjahr 48 machte sich Brighams Kompanie nach Salt Lake auf, mit ihren Familien. Ich, in Begleitung von einer Anzahl anderer, überquerte den Missouri-Fluss und ging dreißig Meilen zum Elkhorn-Fluss, um mich von Brigham Young und seiner Gruppe zu verabschieden. Brigham Young sagte mir, dass er wollte, dass ich in diesem Jahr bei Orson Hyde bleiben sollte, da es welche um ihn herum gäbe, die ihn töten könnten. Nach ungefähr einem Monat, folgte Amasa Lyman, einer der Zwölf, Brigham Young mit einer weiteren großen Kompanie nach Salt Lake. Ich musste im Winter davor gerade Nauvoo verlassen, um mir eine zweite Frau zu nehmen, deren Vater mit dieser Kompanie mitging, und sie wollte mit ihnen gehen. Ich schickte sie mit und als ich im nächsten Jahr Salt Lake erreichte, war ich nicht überrascht, zu sehen, dass sie sich selbst half, ein Kind zu bekommen, jetzt drei Tage alt… Ich hatte nie Kinder von ihr. Als ich mich von Brigham Young im Frühjahr ’48 verabschiedete, sagte er zu Orson Hyde: „Wenn Bruder William eine weitere Frau nehmen möchte, nehmen sie an den Ehezeremonien teil.“

Im Herbst ’48 war Orson Hyde hinter einer Bande von Fälschern her und setzte mich auf die Fährte an, um sie, wenn möglich, aufzuspüren. Einige von ihnen waren Mormonen, einige Heiden und einige abgefallene Mormonen, zusammen acht oder zehn. Sie machten Dollar- und Halbdollarstücke; sie hatten Münzstempel und eine Schraubpresse und stellten das her, was man eine gute Ware an Falschgeld nennt. Ungefähr zu dieser Zeit begann Orson Hyde mit einer Zeitung, die Frontier Guardian genannt wurde und er heizte diesen Kerlen tüchtig ein. Sie bedrohten sein Leben und einige von ihnen gehörten zu der Sorte, die zu allem fähig ist. Sie drohten auch damit, seine Druckerei anzuzünden. Hier war ein weiterer Job für mich – die Druckerei zu bewachen. Eine Gruppe kam in einer sehr dunklen Nacht und brach die Vordertür auf; ich gab wahllos zwei Schüsse ab, aber traf niemanden. Dies verursachte die Aufgabe dieses Projekts, aber sie waren ihm gegenüber mehr denn je erzürnt. Ich warf mich in ihre Gesellschaft und hörte ihre Drohungen, woraufhin ich ihnen sagte, wenn sie ihm ein Haar krümmen würden, würde ich den letzten Fälscher in diesem Land töten und über sie herfallen, schneller als sie es wollten, und ich würde auf den ersten losgehen, der eine Drohung aussprechen würde. Dies ließ sie still werden und bald begannen sie von den Leuten geächtet zu werden. Ich fand einen Teil ihrer Presse, die zerstört war. Dies ließ sie auseinanderbrechen und es brachte meinem Freund Orson Hyde große Erleichterung des Herzens, da er nicht die Nervenstärke hatte, die ein Militärgeneral haben sollte. Er sagte, dass ich ihm wieder das Leben gerettet hätte, worüber er oft sprach und er predigte es manchmal seiner Gemeinde. Aber als Brigham Young sich dazu äußerte, heulten alle Hunde und dieser Hyde hatte sich lange Zeit nicht getraut, mit mir zu sprechen.

Während des Sommers ’48 überquerten einige Omaha-Indianer den Fluss und trieben die Herden auseinander, die dem Volk gehörten. Sie nahmen das letzte Tier, das zu mehreren gehörte. Wir gingen auf die Suche, aber wir fanden die Stelle, wo sie den Fluss überquerten, womit die Verfolgung immer endete. Ein Junge kam hinzu und sagte, dass er zwei Indianer im Gebüsch zwei Meilen von hier gesehen hätte. Ich nahm meine Pistole und mein Messer, sagte dem Jungen, dass er es niemandem erzählen sollte und ging auf die Suche, indem ich mit jeder Geräuschlosigkeit einer Katze, die hinter einer Maus her ist, durch das Gebüsch kroch. Mein Ziel war, als ich dem Jungen sagte, es niemand anderem zu erzählen, die Leute davon abzuhalten, Jagd auf sie zu machen, da sie die Indianer aufschrecken würden und sie wären vorher schon weg. Nachdem ich sie ungefähr eine Stunde beobachtet hatte, sah ich drei Indianer mit Seilen und Zaumzeug und überwältigte sie, ging in die Stadt, erzählte es einigen meiner Freunde, die sich sehr darüber freuten, aber ich dachte, es wäre das Beste, nichts darüber zu sagen, da einige Agenten der Vereinigten Staaten daran Anstoß nehmen könnten. Die Indianer wurden bis zum Abend zurückgelassen und dann begraben. Ich arbeitete in diesem Sommer hart, baute Häuser in der Stadt, die danach als Kanesville bekannt war.

Im nächsten Winter brachte ein Regierungslieferant ungefähr eintausend Stück Rindvieh nördlich von uns zur Überwinterung in den Jagdgründen des Missouri-Flusses. Zu Beginn des Frühjahrs sagte dieser Agent, dass eine Bande von Dieben dabei wäre, seine Rinder zu stehlen und über das ganze Land zu zerstreuen, das U.S.-Brandzeichen zu ändern und einige zu töten. Er kam nach Kanesville, holte sich einen Haftbefehl, machte einen Mann zum Hilfssheriff und nahm sich ein Aufgebot von vieren und machte sich auf, um sie zu inhaftieren. Sie kehrten verprügelt und als Gefangene zurück, woraufhin dieser Agent sich mit Orson Hyde traf und ihn fragte, ob er keine Männer hätte, die diese Gruppe einsperren könnten und wollten. Ich wurde geholt und diesem Agenten vorgestellt, der, wie ich fand, ein kluger Mann und ein Gentleman war. Er füllte meine Tasche mit Geld und sagte: „Gehen Sie los und holen Sie die Schurken und ich werde sehen, dass ich Ihnen noch vielmehr Dollar dafür geben werde.“

Am nächsten Morgen startete ich mit meinem einzigen Mann, auch ein guter Mann. Wir waren gut bewaffnet. Ich erreichte innerhalb weniger Meilen den Ort und verbrachte dort die Nacht und am nächsten Morgen waren wir früh bei ihnen. Es gab vier Gewehre, die gegen uns gerichtet waren, mit der Aufforderung stehen zu bleiben. Ich schaute in ihre Mündungen und sah keinen Schuss in ihnen. Es war alles ein Bluff. Wir zogen unsere Kanonen und forderten eine sofortige Aufgabe oder wir würden auf sie losschießen. Sie kamen nach und nach und wir sperrten vier von ihnen ein. Wir gingen noch woanders hin und erwischten noch zwei. Einer von ihnen machte deutliche Anzeichen, zu schießen. Ich band seine Hände hinter ihm zusammen, beauftragte einen weiteren Mann, und kehrte mit sechs Gefangenen unter Jubelgeschrei zurück. Ich half diesem Mann, seine verstreuten und gestohlenen Rinder einzusammeln, wofür er mich voll bezahlte, was mich in die Lage versetzte, eine gute und ausreichende Ausrüstung für Salt Lake zu haben, wohin zu gehen ich in diesem Frühjahr beabsichtigte. Ich begann, mich bereit zu machen; wir sammelten uns und überquerten den Fluss in Gesellschaft von einigen anderen Familien und erwarteten den ersten Mormonen-Trek, und ich vergaß auch nicht die Freizügigkeit Brigham Youngs, mir eine weitere Frau nehmen zu dürfen, was ich tat. Sie war eine gute, fleißige Frau, freundlich und annehmbar; ihre Mutter war tot und ihr Vater und ihr einziger Bruder befanden sich im Mexikanischen Krieg.

Ich brachte sie über die Prärie und fand ihren Vater und ihren Bruder in Salt Lake, die froh waren, sie zu treffen.

Während wir auf der Westseite des Flusses lagen, ließ Orson Hyde mich holen. Ich ging am Nachmittag nach Kanesville und fand ein gesatteltes Pferd vor, und vier Männer für mich, ebenfalls mit Pferden. Ich erfuhr, dass sich damals zwölf oder fünfzehn Indianer im Unterholz einige Meilen entfernt befänden. Orson Hyde gab uns unsere Anweisungen und sagte uns, dass wir sicher gehen sollten, dass sie nicht alle zurück über den Fluss gelangen könnten. Wir entwarfen einen Plan, folgten unserem Führer, fanden heraus, wo sich die Indianer befanden und griffen sie an. Der Indianer, auf den ich losging, verschoss zwei Pfeile auf mich. Ich schoss ihn nieder und machte einen Vorstoß auf einen anderen, schoss ihn nieder, wirbelte herum, um zu sehen, was die anderen Jungs machten, und sah sie zwei Indianer verprügeln. Sie hatten keinen Schuss abgegeben. Ich entschied, dass ich meinen Teil getan hätte, und hörte auf. Unser Bericht war rundum zufriedenstellend. Ich brach vor Tagesanbruch zu unserem Lager auf der anderen Seite des Missouri-Flusses auf, und an diesem Tag erhielt ich das Wort von Orson Hyde, mit einem California-Trek gleichzeitig loszufahren, denn er …, wegen dieser Indianer, die in einem Reservat der Vereinigten Staaten getötet worden waren. Wir fuhren an diesem Abend zwölf Meilen und begegneten Colonel Cornwalls Trek, der von Illinois aus die kalifornischen Goldminen zum Ziel hatte, die bereitwillig unsere Gemeinschaft akzeptierten. Ich fand, dass er ein Gentleman war; wir hatten eine gute Zeit miteinander in der Prärie und eine große Tanzveranstaltung mit den Mormonenmädchen, als wir Salt Lake erreichten. Er war ein alter Indianerbekämpfer; er hatte ’32 eine Expedition gegen den wohlbekannten Krieger Black Hawk kommandiert und hatte viele von ihnen getötet. Der Colonel fuhr diesen Herbst weiter nach Kalifornien. Wir erreichten Salt Lake am 20. August ’49. Der Colonel hat seit damals mehrere Reisen über die Prärie unternommen, um Rinderherden nach Kalifornien zu bringen. Er besuchte mich immer und verbrachte einige Tage bei mir und wir versäumten es nie, eine gute Zeit zu haben.

Wir fanden viel Wild in der Prärie, so wie Büffel und Antilopen. Ich wurde zu einem der Jäger für die Kompanie bestimmt, was mir sehr viel Freude machte. Einmal wurde ich dafür ausgelacht, dass ich einem Eselhasen hinterherjagte, weil ich dachte, er wäre eine junge Antilope, weil er aus solch einer Gruppe heraus startete. Er war der erste, den ich je gesehen hatte, und mir kam es sehr merkwürdig vor, dass die jungen schneller rennen konnten als die erwachsenen.

 

weiter

Die berühmtesten Daniten waren Bill Hickman, und John D. Lee, der Anführer des Mountain-Meadows-
Massakers.
Brighams
Zerstörender Engel

Bill Hickman erzählt von den zahlreichen Morden, die er im Auftrag Brigham Youngs beging, bis er schließlich vom Brighamismus genug hatte und auszusteigen versuchte, was dazu führte, dass er nun selbst gehetzt wurde.
Mountain-Meadows-
Massaker

Josiah Gibbs recherchierte Anfang des 20. Jahrhunderts über dieses Ereignis und schrieb dazu neben stehendes Buch.
Das Mountain-Meadows-
Massaker
(Kapitel 33 des Buches "Mormonism - Shadow or Reality?")
Enthalten ist
LETZTES BEKENNTNIS UND LETZTE ERKLÄRUNG JOHN D. LEES

John D. Lee war für die Durchführung des Massakers verantwortlich. Er tat dies wohl im Glauben und Gehorsam gegenüber seinen Kirchenführern, bekam aber später erhebliche Zweifel über die Richtigkeit und offenbarte in seinem Bekenntnis die wahre Geschichte dieses Massakers aus seiner Perspektive.
Besonderer Bericht über das Mountain-Meadows-
Massaker

2 Jahre nach dem Mountain-Meadows-
Massaker recherchiert ein US-Offizier vor Ort und liefert einen Bericht an die Regierung.
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