Ich besaß eine gute Rinderherde – fast zweihundert Stück – als ich in die Dienste Gen. Connors eintrat. Ich verfügte über keine zwanzig Stück mehr, als der Krieg vorüber war und Connor aus dem Amt trat. Meine Freunde, die eigentlich meine Freunde hätten sein sollen, hatten die guten von ihnen. Mir ist von guten, ehrlichen Leuten gesagt worden, dass sie ihren Bischof hätten sagen hören, dass es nicht Unrecht wäre, meine Rinder zu töten und zu essen.

Als die Rinder aufgebraucht waren, begannen sie sich an meine Pferde heranzumachen, und in zwei Jahren verlor ich den Wert von ungefähr dreitausend Dollar; und um zu zeigen, dass alles auf mich abgezielt war, so hatte ich beim letzten Überfall fünf Pferde in der Gruppe, die gestohlen wurde, die ich gekauft hatte und denen ich noch kein Brandzeichen gegeben hatte, und sie wurden alle aus der Gruppe herausgenommen, und ich fand sie etwa dreißig Meilen von zu Hause entfernt. Der Rest wurde nach Nevada getrieben; aber ich hörte erst davon, als es zu spät war, sie zu finden.

Nun, was kam als nächstes? Ich einer von den Männern, die mehrere Frauen hatten, und ich hatte von jeder Kinder. Ich hatte eine ebenso ruhige Familie wie jede andere, die ich sah, und was ich in dieser Angelegenheit getan hatte, hatte ich in gutem Glauben getan. Ich hatte das Gesetz des Kongresses von ’62 nicht gebrochen, dass die Polygamie verbietet. Auch hatte ich es nicht vor, war doch ’58 das letzte Jahr, in dem ich eine Frau genommen hatte. Ich fühlte mich verpflichtet, für meine Frauen und Kinder zu sorgen; aber, um ihre eigene Sprache über mich zu gebrauchen, schienen zu entschlossen zu sein, mich fertig zu machen. Der Bischof und andere sagten zu meinen Frauen, dass ich ein schlechter Mensch wäre und sie begannen, sie zu drängen, mich zu verlassen; und sie würden darauf achten, dass sie ihre Kinder mitnähmen und ich sollte ihnen alles geben, worum sie bitten würden. Sie leiteten bald alles in die Wege, aber sie hatten nie die Freundlichkeit, mich ihnen einen Dollar geben zu lassen; denn ich sagte ihnen, dass sie sich selbst helfen und alles nehmen sollten, was sie wollten. Ich fragte sie viele Male, was ich getan hätte und was sie von mir wollten? Ihre Antwort war: „O, Sie waren mit den Heiden und den schmutzigen Regierungsbeamten zusammen und haben uns verraten; Sie waren es, der Gen. Connor die Nachrichten über die Mormonen zukommen ließ, die nach Washington gegangen sind.“ Ich sagte ihn, dass ich dies nicht getan hätte, und ich ging sogar so weit, dass ich den General sagen ließ, dass er mich nie hatte etwas über die Mormonen sagen hören, dass kriminell wäre; aber all dies schien ohnehin nichts zu nützen.

Ungefähr zu dieser Zeit kam einer der Söhne Joseph Smiths von Illinois nach Utah und predigte mehrere Male, wobei er ständig über Brigham Young wegen seines schlechten Benehmens und des Abweichens von den Grundsätzen des Mormonismus herzog. Das allgemeine Gefühl war ihm gegenüber sehr bitter. Ich ging hin, um ihn zu treffen, wie ich ihm sagte, nicht nur aus Respekt vor seinem Vater, und wir hatten eine allgemeine, gesellige Unterhaltung. Das war genug: Was ich vorher nicht getan hatte, hatte ich jetzt getan, und ich war in dem verwickelt, was man „Josephismus“ nannte, und das reichte aus, um jeden zu verdammen. Ich sah, dass ich in diesem Land nichts tun konnte und beschloss wegzugehen. Ich verkaufte meinen Grundbesitz, landwirtschaftliche Werkzeuge usw., reparierte meine Wagen und machte Gespanne zum Aufbruch bereit. Ich wurde von jedem geringen Hund, der vorbeikam, beschimpft, weil ich ein Abtrünniger wäre. Ich versuchte, mit einigen über die Notwendigkeit meines Weggehens unter diesen Umständen zu diskutieren, aber es hatte keinen Zweck. Viele sagten, dass sie mir keine Schuld geben und auch gehen würden, wenn sie so behandelt worden wären wie ich. Als ich bereit war, aufzubrechen, bekam ich von meinen Freunden eine Nachricht, dass es keinen Zweck hätte, mit meiner Familie und dem Vieh aus dem Territorium zu gelangen, da sie auf Befehl von Brigham Young die Straßen beobachten würden und ich mit Sicherheit getötet werden würde.

Daraufhin wusste ich nicht, was ich tun sollte. Ich beschloss, Brigham Young aufzusuchen. Ich sagte ihm, wie ich behandelt worden war. Er tat so, als käme ihm das sehr merkwürdig vor. Er wollte wissen, von wem. Ich nannte ihm die Namen einiger von ihnen; woraufhin R. T. Burton schickte, Nachforschungen anzustellen. Natürlich wusste er nichts, da er Brighams schmutziger Räuber war, wie er es acht Jahre lang gewesen war. Brigham Young versprach, ein Auge auf die Sache zu haben; aber als ich ihm sagte, dass Männer mit Gewehren und Pistolen seit etlichen Nächten um mein Haus streiften, gab er mir strikte Anweisungen, auf keinen von ihnen zu schießen. Ich bat ihn, mir das Vorrecht zu geben, mich zu verteidigen, aber er sagte: „Sie dürfen niemanden verletzen“, der Grund dafür war, dass sie einige von seinen Männern wären, und er wusste es. Er bekundete große Unkenntnis darüber, aber ich wusste, dass keine solchen Übergriffe, ohne seine Befehle gewagt werden würden. Ich redete mit ihm eine Weile und beobachtete ihn sehr genau und kam zum Schluss, dass er seine Hunde, oder besser gesagt, seine Mörder loslassen und mich im Stich lassen würde.

Ich ging nach Hause und alles war ruhig, sogar diejenigen, die ich gesehen hatte, wie sie mein Haus beobachteten, kamen heraus und waren freundlich. Ich wollte immer noch weg, aber da ich die Situation meiner Familie sah – dass ich sie den Händen derjenigen überlassen müsste, die ich verabscheute, entschloss ich mich, das Vieh zusammenzutreiben und in diesem Land zu leben und für die Regierung zu arbeiten und der Freund der Regierungsbeamten zu sein, ohne unser ganzes Hab und Gut zu verlieren und dann eine Bande von Mördern und Räubern ewig nach meiner Vernichtungen trachten zu haben.

Ungefähr zu dieser Zeit wurden die Sweet-Water-Minen entdeckt und ich ging in Begleitung anderer dorthin, um nach ihnen zu sehen, da sie sich im selben Teil des Landes befanden, in dem ich 1855 geschürft hatte. Ich hörte, dass eine Kompanie von Männern mir folgte, als ich mein Heim verließ, da sie erfahren hätten, dass ich das Land verlassen wollte. Ich blieb ungefähr eine Woche bei den Minen; am letzten Tag war ich dort in Gemeinschaft mit einem Mann, ich ging etwa zehn Meilen abseits, um zu schürfen, sah Indianerzeichen und zwei Indianer sich hinter einem Felsen verstecken. Wir gingen nicht näher an sie heran, im Glauben, dass sie feindliche Absichten hätten, aber waren stets auf der Hut, verließen den Ort und nahmen einen Umweg zum Lager. Nachdem wir zwei oder drei Meilen unterwegs waren, sahen wir ungefähr ein Dutzend Indianer, die versuchten, herum und vor uns zu kommen; aber da wir beide auf den besten Tieren saßen, kamen wir bald aus jeder Gefahr heraus. Ich erzählte im Lager, was ich gesehen hatte, und dass es Probleme geben würde, aber ich brachte wenige dazu, es zu glauben. Ich sagte ihnen dann, dass ich nur noch ein oder zwei Tage bleiben müsste, und wenn sie nicht an die Arbeit gehen und sich organisieren würden, würde ich am nächsten Tag nach Hause aufbrechen. Es gab damals ungefähr einhundertundfünfzig Männer, die in Rotten am Bach entlang lagerten, aber es kam zu keiner Organisation unter ihnen. Am nächsten Morgen machte ich mich in Begleitung von zehn anderen auf nach Salt Lake. Am nächsten Morgen unternahmen die Indianer einen Überfall auf ihr Lager, töteten drei Männer, trieben fast einhundert Pferde und Mulis davon, mehr als die Hälfte, die sie hatten. Wir wurden von einigen aus der flüchtenden Gruppe eingeholt, bevor wir Green River erreichten, in einer Entfernung von sechszehn Meilen.

Ich kehrte heim und dachte, ich würde einen billigen Platz bekommen und das Beste tun, was ich konnte, bis die Dinge sich geändert haben würden. Ich kaufte eine kleine Ranching-Stelle an der Mündung des Bingham Canyon, siedelte meine Familie und mein Vieh dorthin um, errichtete eine gute Einzäunung und begann, Fortschritte zu machen. Ich kaufte fünfundsiebzig Spanische Pferde und beabsichtigte Vieh zu züchten. Aber zu meinem Leid erkannte ich bald, dass ich wieder beobachtet wurde; Männer streiften Tag und Nacht umher, einige von Brighams Gelegenheitsarbeitern. Ich verstand es, da ich seine Methoden so gut kannte. Ich begann, draußen im Gebüsch zu liegen. Ich sah zwei Männer in das Zelt gehen, in dem ich gewöhnlich schlief. Sie hatten in jedem ihrer Hände eine Pistole. Dies hatte ich erwartet und gefürchtet, im Bett erschossen zu werden. Zwei Nächte danach sah ich wieder zwei Männer in mein Zelt gehen und zwei standen mit Kanonen in ihren Händen draußen. Ich schloss daraus, dass es für mich keinen Zweck mehr hätte, hier noch länger zu leben. Am folgenden Tag sah ich einen von der Gruppe, einen Mann, dem ich etliche Gefallen getan hatte, ich stellte ihn zur Rede und fragte ihn, was der Grund für dieses wäre. Er war einverstanden, mir alles zu erzählen, unter der Voraussetzung, dass ich ihn nicht verraten würde. Er sagte, dass man nicht glaubte, dass ich vorhätte, im Territorium zu bleiben, und dass ich mit dem Richter der Vereinigten Staaten und dem Marschall verbündet wäre und ihnen helfen würde, Wissen gegen die Mormonen im Mordfall des Doc. Robinson und anderer zu bekommen; aber wenn ich hingehen und eine gute Farm kaufen und einige dieser Wagen und Pferde verkaufen und vollkommen zeigen würde, dass ich beabsichtigte, hier zu bleiben, würde man mich in Ruhe lassen. Ich hätte dies nur deswegen getan, um meine Kinder aufwachsen zu sehen; aber da ich erkannte, dass es bei Brigham Young keine Wahrhaftigkeit oder Ehrlichkeit gab und seine Versprechen nichts bedeuteten, gab es für mich nur noch eine Möglichkeit, nämlich, schnell zu verschwinden und nicht eingeholt zu werden.

In der Nacht, bevor ich wegging, wurde einer meiner Jungs, der draußen war, von derselben Bande gejagt, da sie, wie ich vermute, glaubten, dass ich es wäre. Nun waren diejenigen, die mich beobachteten, Männer, mit denen ich nie irgendwelche Schwierigkeiten hatte, aber sie waren von der Sorte, die Vater oder Sohn auf Geheiß Brigham Youngs töten würden. Dies mag merkwürdig klingen, aber es gibt eine Menge solcher in diesem Land, die glauben, dass sie mit dem Gehorsam Gott einen Dienst erweisen würden, wenn Brigham ihnen sagte, dass sie ihren eigenen Sohn töten sollten, oder der Sohn seinen Vater. Aus zwei Gründen: Zum Einen aus Gehorsam zur großen Herrschaft Brighams und weil man genug Nerven hat, die Tat zu vollbringen; zum Anderen, dass der Mann etwas getan hätte, dass sein Blut für die Sühne seiner Sünden vergossen würde, und somit wäre es ein Mittel zur Erlösung des Ermordeten, und zur Ehre und Verheißung auf eine größere Erhöhung in der zukünftigen Welt für den Mörder. Aber lassen Sie mich hier sagen, dass dies alles die Lehre Brigham Youngs ist; ich hatte nie von solchen Dingen gehört, bis ich etliche Jahre hier war. Diese Lehren des Blutvergießens eines Mannes, um ihn zu erlösen,* dass Adam Gott wäre und etliche andere abscheuliche Dinge dieser Art kamen allein von Brigham; Gehorsam zu den Forderungen des Evangeliums, wie aufgezeigt, gelehrt und bis jetzt von Mormonen verstanden, sind fast gänzlich zur Seite gelegt worden und die allgemeine Lehre ist und war, Brigham Youngs Ratschluss und dem seines Bischofs zu gehorchen. Viele Male ist in öffentlichen Versammlungen das Volk gelehrt worden, dass die Bibel, das Testament und andere Bücher des Fenner Mershon wertlos wären; dass diese Dinge in ihrer Zeit gut genug waren; aber jetzt hätten wir die lebenden Orakel bei uns, und jeder göttliche Bericht hätte für uns nicht mehr Nutzen wie eine alte Zeitung. Bruder Brigham war unser Erlöser und er würde uns in den Himmel führen; er hielte die Macht der Erlösung für alle in seinen eigenen Händen und hätte seine Beamte, die ihm dienten, so wie Bischöfe usw. Die große und allerwichtigste Lehre an das Volk ist: Gehorcht euren Bischöfen, zahlt euren Zehnten und ihr könnt sicher sein, erlöst zu werden. Sie mag für diejenigen merkwürdig erscheinen, die von solchen Dingen nie zuvor gehört haben; aber ich versichere Ihnen, dass es Hunderte in diesem Territorium gibt, die sogar jetzt in diesem Glauben vollblütig sind – und im Mormonismus gibt es in diesem Land sonst keine solche Sache; es ist alles Brighamismus und so sollte man es nennen.

*Siehe Anhamg L

Am Morgen bevor ich wegging, waren zwei von diesen Hunden auf meinem Grundstück und waren neugierig auf das, was ich tun würde. Ich sagte ihnen, dass ich zu einer Konferenz gehen würde und erwartete, an jedem Tag teilzunehmen. Dies schien sie zu beruhigen und sie verschwanden. Ich hatte auch erfahren, dass die Straßen beobachtet wurden für den Fall, dass ich einen Versuch unternehmen würde, wegzukommen. Ich bestieg eines meiner besten Pferde und mit Vorräten für einige Tage in meinen Satteltaschen schlug ich mich über den Berg im Westen durch und ich benutzte für 150 Meilen keine Straße. In der Zwischenzeit fragten diese besonderen Freunde jeden Tag nach, wo ich wäre. Die Antwort war, dass ich draußen wäre, um nach meinen Rindern zu jagen; aber sie rochen den Braten und drei Männer waren hinter mir her, aber sie kamen zu spät. Ich wurde auf der Straße nicht gesehen, bis ich nach Deep Creek kam, fast zweihundert Meilen westlich, wo ich eine Nacht verweilte und ich ihnen erzählte, dass sich der Ort meiner Tätigkeit zweihundert Meilen weiter in Richtung Austin befindet, wo ich nach einigen Tieren suchen wollte, die mir im Frühjahr zuvor gestohlen worden wären. Dieser Ort befand sich sechs Meilen neben der Strecke zwischen Utah und Nevada. Ich wusste, dass ich die ganze Zeit voraus wäre, falls sie hinter mir her wären, selbst wenn sie tatsächlich vorhätten, mich zu verfolgen. So nahm ich die Dinge von dort nach Austin gelassen. Als ich dort ankam, fand ich eine Menge Bekannte und Freunde – den Marschall der Stadt, Hank Ney, und Benjamin Sanburn, den Sheriff, zusammen mit dem Postagenten Len. Wines, den ich als ein Junge gekannt hatte, Charley Stebbins und andere. Ich wurde freundlich in Empfang genommen und gut behandelt; wurde den meisten prominenten Männern der Stadt vorgestellt. Ich fand in der Stadt ein Muli, das ich früher verloren hatte; ich kaufte es zurück und gemäß der besten Information, die ich bekommen konnte, war es zusammen mit etwa fünf oder sechs anderen Tieren von einem Salt Laker hierhergebracht worden. Nachdem ich ungefähr zwei Wochen dort gewesen war, kam ein Mann in die Stadt und sagte mir, dass ich bis Deep Creek von drei Polizisten verfolgt worden wäre; aber ich war schon fünf Tage weg, als sie dort ankamen, und wollten von ihm, falls er mich irgendwo sehen würde, dass er ihnen nach Salt Lake telegraphieren sollte. Er fragte dann, welche Anschuldigungen sie gegen mich hätten, und sie sagten ihm (da er ein Heide war), dass Ich einige Monate zuvor einen Heiden dicht bei der Stadt getötet hätte, und deshalb wären sie hinter mir her. Er sagte mir, er wüsste, dass sie gelogen hatten, weil er selbst dort gewesen wäre und nichts Derartiges dort passiert wäre. Sie sagten, sie schwörten, wenn sie mich fangen würden, würden sie mich töten, ohne ein Wort zu mir zu sagen. Sie waren geschlagen und der dreckige Hund, der einer von Brigham Youngs Blutvergießer ist, Sam Bateman, der für die Gruppe verantwortlich war, die mich beobachtete, hob ein großes Wehklagen an und sagte, dass er drei Wochen verloren hätte, in der er mich beobachtete, und ich wäre schließlich doch entkommen und würde Bruder Brigham große Schwierigkeiten bringen.

Ich bekam Briefe von zu Hause, in denen mir geraten wurde, nicht zurückzukommen, bis die Dinge sich geändert hätten. Ich beschloss dann, nach Kalifornien zu gehen und dort ein oder zwei Monate zu verweilen. Ich ging nach San Francisco, fand meinen alten, treuen Freund Gen. Connor und viele andere Bekannte; wurde dem Gouverneur vorgestellt und sehr vielen anderen und ich hatte eine gute gesellige Zeit. Ich sagte dem General, in welcher Situation ich mich befände, und bekam von ihm eine Erklärung mit der Unterschrift darunter, dass ich ihm gegenüber nie irgendeine Enthüllung über Brigham Young gemacht hätte, die ich nach Hause schickte.* Ich ging dann über den Berg zurück in das Carson Valley, wo mein alter Partner lebte, mit dem ich in Kalifornien ’51-’52 in der Mine gearbeitet hatte. Ich erhielt Briefe von zu Hause, die aussagten, dass sich die Dinge beruhigt hätten, und Brigham Young sagte meinem Sohn, dass er mir schreiben sollte, dass ich nach Hause kommen sollte. Aber ich hatte in meinem Herzen beschlossen, dass ich nie wieder zurückkehren würde, und beabsichtigte ein Schiff von San Francisco nach New York zu nehmen und von dort die Wagen ins westliche Missouri zu nehmen und meine Familie holen zu lassen.

*Siehe Anhang M

Aber gerade als ich zum Aufbruch bereit war, wurde ich vom Typhusfieber gepackt; es fiel in meinen lahmen Oberschenkel und er schwoll an so dick wie ein Mehlsack. Ich erlitt alles, was ein Mann ertragen kann ohne zu sterben. Ich magerte bis auf Haut und Knochen ab und lag vier Monate auf meinem Rücken, von meiner Familie weggerannt, unter Fremden und immer noch am Leben, für welchen Grund auch immer, nur die Ängste, meine Erklärungen über Brigham Youngs Kurs in Utah abzugeben. Ich kann meine Leiden, sowohl körperlich als auch geistig, nicht ausdrücken. Von einer Nacht zur anderen lag ich da, kaum in der Lage mich zu drehen, niemand, mit dem ich sprechen konnte; und ich wurde wochenlang von jedem, der mich sah, zum Sterben aufgegeben. Die Sprache versagte, wenn ich beginnen wollte, meine Gefühle zu erzählen. Ich war der Verbrechen unschuldig, da ich nur den Befehlen Brigham Youngs gehorchte, und manchmal wollte ich sagen: O Gott, möge der Tag kommen, wann seine ungerechte Regierung ein Ende haben wird!

Schließlich kamen mir einige meiner alten Bekannten, abgefallene Mormonen, mit denen ich mich angefreundet hatte, während ich in Utah war, zu Hilfe und sorgten für mich, bis ich in der Lage war, mir selbst zu helfen. Da mein alter Bergbaupartner, der ein Junggeselle war, zur selben Zeit selbst krank war, musste ich bei denen bleiben, die ich nie gesehen hatte. Trotz allem setzte ich mich bei allen Gesprächen für Brigham Young ein, mit Ausnahme bei einigen Gesprächen mit einigen vertrauenswürdigen Freunden. Ich war niedergeschlagen und untröstlich und machte mir nicht viel daraus, was aus mir werden würde. Ich beschloss, nach Hause zurückzukehren und neu zu beginnen. Ich ging nach Virginia City, um die Postkutsche heimwärts zu nehmen, und fand dort Gouv. Durkee – damals Gouverneur von Utah – der in Kalifornien gewesen und jetzt auf dem Heimweg war. Wir besorgten uns denselben Sitz in der Kutsche und hatten eine allgemeine Unterhaltung über die Utah-Angelegenheiten. Er schien alles über meine Situation zu wissen und riet mir, auf mich aufzupassen. Er sagte, wenn es in seiner Macht läge, sollte ein solcher Kurs der Dinge, wie er in Utah ablief, gestoppt werden; aber, da er unfähig wäre, irgendetwas zu unternehmen, würde er versuchen, seine Dienstzeit in Ruhe auslaufen zu lassen, und dann das Territorium verlassen.


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WASH-A-KIE, Friedenshäuptling der Shoshone-Indianer. Siehe Seite 105.

Als ich zu Hause ankam, nach einigen Tagen des Ausruhens, was ich sehr benötigte, da ich schwach war und auf Krücken ging, ging ich mit meiner Frau zu Brigham Young. Er schien großes Bedauern für mich auszudrücken, fragte nach dem Grund meines Weggehens und als ich ihm erzählt hatte, wie die Dinge gestanden hatten, sagte er, ich hätte herkommen sollen. Ich sagte ihm, ich dachte, ich hätte ihm genug gesagt, und es schien alles nichts zu bringen. Wir gingen in unser Heim, wohin meine Familie umgezogen war, etwa vierzig Meilen südlich von Salt Lake City, wo sie einige Häuser und Grundstücke gekauft hatten, und sie befanden sich in einem ansehnlichen und gemütlichen Zustand.

Ich begann dann, nach meiner verstreuten Familie zu suchen. Ich hatte drei Frauen, außer meiner ersten, zu Hause gelassen, und sie lebten ebenso in Frieden wie jede andere Familie. Ich fand eine mit einem Spanier verheiratet vor. Diese Frau hatte vier Kinder, die älteste war eine Tochter von elf Jahren. Eine weitere Frau war gerade dabei, zu heiraten, was sie einige Tage, nachdem ich nach Hause kam, tat. Dies war in Ordnung, da ich, nachdem ich im Herbst zuvor weggegangen war, aus der Kirche ausgeschlossen worden war. Ich wurde dann mit zwei Frauen zurückgelassen – der ersten und der letzten -, die letzte hatte zwei Jungen, einer sechs Jahre alt und der andere vier. Ich wurde ohne jede Anklage gegen mich ausgeschlossen und auf Anfragen erfuhr ich, dass es für das Weggehen ohne Erlaubnis geschehen war.

Ich ging in den Bergbau und kümmerte mich um das Vieh, das ich zurückgelassen hatte. Ich fand nicht die Hälfte von dem, das ich zu Hause gelassen hatte, als ich aufbrach, um wegzugehen. Ich hörte bald Gerüchte über Probleme, die auf mich zukämen. Ich fand heraus, dass dieselbe Geschichte von vorne begann. Ich wurde angeklagt, Gen. Connor alles erzählt zu haben, was ich wusste, dass die Beweise nach Washington gegangen wären und in Form einer Broschüre herausgekommen wären, und ich wäre die Ursache für all dies. Ich erinnerte ihn an den Brief, den ich ihm mit der Signatur des Generals darunter zugeschickt hatte. Er leugnete, je ein solches Zertifikat gesehen zu haben, und sagte ihm, dass er warten sollte, bis ich nach San Francisco schreiben könnte, und ich würde ein neues bekommen. Ich schrieb einen Brief an den General, las ihn ihm vor und gab ihn einem seiner Sekretäre, um ihn zur Post zu bringen. Ich erhielt bald eine Antwort mit denselben Erklärungen darin, die sich in der einen befanden, die ich vorher hatte. Ich brachte sie ihm, er las sie und sagte; „Gut, mag es so sein.“ Ich fragte ihn, ob es noch weitere Anklagen gegen mich gäbe. Er bejahte; ich wäre mit den Smith-Jungen vertraulich gewesen, mit Joseph Smiths Söhnen, von denen ich gesprochen habe. Ich sagte ihm, dass ich nur hingegangen wäre, um sie aus Achtung vor ihrem Vater zu sehen, und ich hätte nie ein privates Gespräch mit ihnen gehabt. Dies wollte man nicht glauben. Ich ging hin und brachte John Smith, ihren Cousin, der einer von Brigham Youngs Beamten ist, und ließ ihn aussagen, dass nichts über ein gewöhnliches Gespräch hinaus zwischen uns stattfand. Ich fragte ihn, was noch gegen mich stünde, und er sagte, dass er es nicht wüsste. Ich fragte ihn, warum ich ausgeschlossen wurde. Er schien getroffen und war böse und sagte: „Wenn es nicht richtig gewesen wäre, wäre es nicht geschehen“, und stand auf und ging weg. Ich habe seitdem nur zweimal mit ihm gesprochen, beide Male über Geschäftliches. Er wollte das letzte Mal, als ich ihn sah, wissen, ob ich mich wieder der Kirche anschließen würde. Ich sagte ihm, dass ich drei Jahre lang versucht hätte, herauszufinden, was gegen mich vorläge, und konnte nichts finden; folglich erwarte ich, so zu bleiben wie ich war. Er sagte, er würde mir eine Empfehlung zum Bischof geben, und er wollte, dass ich wieder getauft werden würde. Ich sagte, dass dies ein Schuldeingeständnis wäre, das er und all die anderen versäumt hätten, zu zeigen. „Gut, gut“, sagte er, “Ich werde alles in die Wege leiten.“ Dies war das letzte Mal. Ich habe ihn seitdem nicht mehr gesehen oder mit ihm gesprochen. Ich hatte keinen Wunsch, zu dieser Kirche zu gehören, aber hätte eine Wiedervereinigung akzeptiert, um mehr Frieden und ein besseres Ansehen für meine Geschäfte und die Erziehung meiner Kinder zu haben.

Bryant Stringham, der Verrückte, der sich um das kümmerte, was wir die Kirchlichen Viehherden nannten, heuerte mich an, um das Vieh zu sammeln, das sie in Cedar Valley hatten, das Tal, in dem ich lebte. Stringham war ein guter, ehrlicher Mann, mit dem ich über zwanzig Jahre bekannt war. Ich ging dorthin, nahm seine wilden Pferde und verkaufte sie gegen Rinder und einige verkaufte ich für Geld, und handelte so, wie er es angeordnet hatte und verlangte nicht halb so viel wie andere es täten, und ich dachte, wenn Brigham Young davon gehört hätte, wäre er erfreut gewesen. Aber es kam nichts zurück; er gab Stringham eine Standpauke und ließ ihn gehen und verkünden, dass ich kein Kirchenagent wäre, der Vieh eintreiben dürfte. Stringham beruhigte mich wie ein Gentleman; aber ich konnte kein Geschäft erledigen, das Brigham Young verhindern könnte. Dies ist eines von einigen Dingen, in denen er mich behinderte.


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weiter

Die berühmtesten Daniten waren Bill Hickman, und John D. Lee, der Anführer des Mountain-Meadows-
Massakers.
Brighams
Zerstörender Engel

Bill Hickman erzählt von den zahlreichen Morden, die er im Auftrag Brigham Youngs beging, bis er schließlich vom Brighamismus genug hatte und auszusteigen versuchte, was dazu führte, dass er nun selbst gehetzt wurde.
Mountain-Meadows-
Massaker

Josiah Gibbs recherchierte Anfang des 20. Jahrhunderts über dieses Ereignis und schrieb dazu neben stehendes Buch.
Das Mountain-Meadows-
Massaker
(Kapitel 33 des Buches "Mormonism - Shadow or Reality?")
Enthalten ist
LETZTES BEKENNTNIS UND LETZTE ERKLÄRUNG JOHN D. LEES

John D. Lee war für die Durchführung des Massakers verantwortlich. Er tat dies wohl im Glauben und Gehorsam gegenüber seinen Kirchenführern, bekam aber später erhebliche Zweifel über die Richtigkeit und offenbarte in seinem Bekenntnis die wahre Geschichte dieses Massakers aus seiner Perspektive.
Besonderer Bericht über das Mountain-Meadows-
Massaker

2 Jahre nach dem Mountain-Meadows-
Massaker recherchiert ein US-Offizier vor Ort und liefert einen Bericht an die Regierung.
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